21. März 2016

Pressemitteilung

Söder: Freistaat investiert rund 21 Millionen Euro in die Sanierung der Neuen Residenz Bamberg

Fürstbischöfliches Appartement ab 29. März 2016 wegen Restaurierungsarbeiten geschlossen // Schließung bis voraussichtlich Sommer 2020

Der Freistaat investiert in die Gesamtinstandsetzung der Neuen Residenz Bamberg 21 Millionen Euro. Derzeit läuft der 2. Bauabschnitt mit der Sanierung an Dächern und Fassaden sowie die Restaurierung in den fürstbischöflichen Wohnräumen und im Kaisersaal. Wegen der Restaurierungsarbeiten wird das Fürstbischöfliche Appartement in der Neuen Residenz Bamberg ab Dienstag, 29. März 2016, bis voraussichtlich Sommer 2020 geschlossen, teilte Finanzminister Dr. Markus Söder mit: „Zu Ostern besteht damit die letzte Möglichkeit zu einer Besichtigung dieses einzigartigen Kunstwerks für einen längeren Zeitraum.

In den Jahren 2012 bis 2014 wurden im Rahmen einer 1. Teilbaumaßnahme die Dachflächen und Fassaden des Schönbornbaus saniert. Die beiden König-Otto-Zimmer wurden umfassend restauriert. Die Fortsetzung der Gesamtinstandsetzung der Neuen Residenz erfolgt derzeit als 2. Teilbaumaßnahme. Sie umfasst die drei Teilprojekte Fassaden- und Dachsanierung, Restaurierung der fürstbischöflichen Wohnräume und die Restaurierung des Kaisersaals. Der Kaisersaal ist einer der repräsentativsten Räume der Neuen Residenz Bamberg und einer der wenigen komplett erhaltenen Kaisersäle Bayerns. Das zwischen 1707 bis 1709 von Melchior Steidl ausgeführte Bildprogramm spiegelt mit dem Thema der vier Weltreiche, dem Triumph der Weisheit am Plafond und den Kaiserporträts an den Wänden des Saales das Selbstverständnis eines absolutistischen Herrschers wider.

Ein besonderes Highlight der Fassadensanierung wird die Rekonstruktion der barocken Fassadengestaltung im Rosengarten der Neuen Residenz. Die beeindruckende Raumwirkung dieses bei Besuchern aus aller Welt beliebten Gartens über den Dächern der Welterbestadt wird durch Rekonstruktion wieder voll erlebbar werden. Nach intensiver Vorbereitung beginnen jetzt die umfassenden Restaurierungsarbeiten an der Raumfolge der fürstbischöflichen Wohnräume. Die Räume zeigen rd. 300 Jahre nach ihrer Einrichtung, mehrfacher Umgestaltung durch wechselnde Bewohner und einer zuletzt in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts im Zuge der musealen Umgestaltung durchgeführten Teilrestaurierung heute zahlreiche Schäden und Substanzverluste. Eine Präsentation der ersten fertig restaurierten Räume wird voraussichtlich ab 2018 möglich sein.

Die Neue Residenz, letzte der fürstbischöflichen Hofhaltungen in Bamberg, vereinigt sich zusammen mit dem Dom und anderen bedeutenden baulichen Zeugnissen aus einem Jahrtausend Bamberger Geschichte zu einer der großartigsten Platzanlagen Deutschlands. Sie ist Teil des UNESCO-Weltkulturerbes „Altstadt Bamberg“. Mit ihrer baulichen Entwicklung an dominanter Stelle im Stadtbild und in ihrer im Laufe der Jahrhunderte immer wieder ergänzten und erneuerten Ausstattung legt die Residenz bauliches Zeugnis ab über die letzten 300 Jahre wechselvoller Geschichte. Die ehemalige fürstbischöfliche Residenz der Spätrenaissance vereint unter ihrem Dach heute ein bedeutendes Raumkunstmuseum der Bayerischen Schlösserverwaltung, eine Zweiggalerie der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und die Staatsbibliothek Bamberg. Die Neue Residenz ist die erste große Residenz des Barock in Franken und größtes profanes Einzeldenkmal Bambergs. Sie ist im Gegensatz zu anderen Residenzen in Aschaffenburg, Würzburg oder München von Kriegszerstörungen verschont geblieben. So sind die Raumdekorationen aus über drei Jahrhunderten nahezu vollständig erhalten.

 

Pressemitteilung Nr. 128/16
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Pressemitteilung 21. März 2016

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