6. April 2016

Pressemitteilung

Söder erteilt Bauauftrag für die Prunktreppe in der Residenz München

6 Millionen Euro Kosten // Gesamtkosten der Baumaßnahmen für die Residenz München rund 70,9 Millionen Euro

Die umfangreichen Sanierungsarbeiten an einer der großen Palastanlagen in Europa gehen weiter. Die Gelbe Treppe in der Residenz München, die bedeutendste Prunktreppe Leo von Klenzes, war einst der repräsentative Hauptzugang zu den königlichen Appartements im Königsbau. „Die derzeit laufenden Restaurierungsarbeiten am Königsbau bieten die letzte Chance, den historischen prunkvollen Zugang wieder herzustellen. Die Mitfinanzierung durch private Unterstützung ermöglicht den Baubeginn noch in diesem Jahr. Die Münchner Residenz wird um ein weiteres Juwel reicher“, stellte Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder fest.

Nach der Zustimmung durch den Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags heute erteilte Söder den Bauauftrag für die rund drei Jahre dauernde Restaurierung der Gelben Treppe. Der Minister hatte erst im März eine Finanzierungsvereinbarung über eine Spende der Edith-Haberland-Wagner-Stiftung in Höhe von drei Millionen Euro für die Wiederherstellung dieses herausragenden Kunstdenkmals unterzeichnet. Die Gesamtkosten belaufen sich auf sechs Millionen Euro. Die Gelbe Treppe steht im Hinblick auf Form- und Farbgebung in einer Reihe mit anderen Klenzebauten, wie z. B. das Hofgartentor in München oder die Befreiungshalle in Kelheim.

Die Haupterschließung für den Königsbau, die Gelbe Treppe, wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. Sie war die Verbindungstreppe zwischen den älteren Trakten „Schwarzer Saal“ und dem Hauptgeschoss des Königsbaus. Nachdem der frühere Zustand quasi lückenlos dokumentiert war, ist jetzt die historisch korrekte Rekonstruktion des originalen Zugangs möglich.

Die Münchner Residenz entwickelte sich seit dem Ende des 14. Jahrhunderts zum politischen und kulturellen Mittelpunkt Bayerns. Als größte urbane Schlossanlage Deutschlands gehört sie heute zu den bedeutendsten Kulturstätten Bayerns. Sie spielt als repräsentativer und gesellschaftlicher Mittelpunkt im Herzen der Landeshauptstadt eine herausragende Rolle. Die Residenz beherbergt eines der größten Raumkunstmuseen in Europa mit über 100.000 Kunstwerken. In den musealen Ausbau des Königsbaus werden derzeit rund 8,4 Millionen Euro investiert, rund 28,9 Millionen Euro in die Sanierungs- und Ausbaumaßnahmen des Königsbaus und rund 6,1 Millionen Euro in die 1. Teilbaumaßnahme der Haustechniksanierung des Kaiserhoftraktes. In Planung befindet sich die 2. Teilbaumaßnahme der Sanierung des Kaiserhoftraktes mit Schätzkosten von rund 21,5 Millionen Euro. Zusammen mit der Rekonstruktion der Gelben Treppe mit Kosten von 6 Millionen betragen die Gesamtkosten für laufende Bauvorhaben und Baumaßnahmen in Planung für die Residenz München nunmehr rund 70,9 Millionen Euro.

 

Pressemitteilung Nr. 176/16
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Pressemitteilung 6. April 2016

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