08. August 2016

Pressemitteilung

Sonderausstellung “Kunst und Glaube” in Neuburg erfolgreich beendet

Nach zwölf Wochen hat am Sonntag (7. August) die von der Bayerischen Schlösserverwaltung in Schloss Neuburg veranstaltete Sonderausstellung „Kunst & Glaube – Ottheinrichs Prachtbibel und die Schlosskapelle Neuburg“ am Abend ihre Tore geschlossen. Knapp 20.000 Besucher (19.806) besichtigten die hochkarätige Schau, die ein einzigartiges, nicht wiederholbares Ereignis darstellte. Schloss Neuburg wurde als herausragendes Kunst- und Bücherzentrum und Brennpunkt der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Protestantismus in Deutschland gefeiert.

Mit über 150 internationalen Leihgaben aus den bedeutendsten Bibliotheken und Museen Europas versammelte die Ausstellung eine erlesene Auswahl von Spitzenwerken der Kunst des Spätmittelalters und der Renaissance rund um die von der Bayerischen Staatsbibliothek in allen acht Bänden entliehene, berühmte Ottheinrich-Bibel. Das Panorama 100 Jahre biblischer Kunst vor und nach der Schwelle zur Reformation zog begeisterte Besucherinnen und Besucher in den Bann. Allein in den letzten zwei Ausstellungswochen besuchten über 5000 Gäste die Ausstellung, insgesamt verfünffachten sich die Besucherzahlen von Schloss Neuburg in den drei Ausstellungsmonaten. Sowohl interessierte Einzelbesucher wie die Teilnehmer der knapp 400 stets ausgebuchten Gruppenführungen zeigten sich begeistert, wie in zahlreichen Einträgen des Besucherbuchs nachzulesen: „Großartig, eine wunderschöne Ausstellung, prächtig inszeniert, den Objekten mehr als angemessen …“.

Zahlreiche Themen-, Kinderführungen und Workshops erläuterten für Groß und Klein die Techniken und Materialien der Buchmalerei und des Buchdrucks. Mit einem musikalischen Rahmenprogramm wurde der Kunstgenuss in einer Langen Nacht begleitet, eine Konzertmatinee des Ensembles für Alte Musik „Musica aliter“ versetzte die Besucher mit originalen Instrumenten in die Klangwelt der Renaissance. Hervorragend besucht war auch die begleitende Vortragsreihe zur Ausstellung, in deren Rahmen namhafte Experten unter dem Motto „Biblisch Buch und Biblisch Gemäl“ einzelne Aspekte der Ausstellungsthemen vertieften.

Während die internationalen Leihgaben Schloss Neuburg diese Woche endgültig wieder verlassen, bleibt die Schlosskapelle mit ihrem einzigartigen Programm biblischer Wand- und Deckengemälde – der älteste protestantische Kirchenraum in Deutschland – geöffnet und präsentiert sich restauriert und neu beleuchtet als wahrhaft fürstlicher Raum. Die didaktische Inszenierung der Ausstellung mit ausführlichen Erläuterungen zum Bildprogramm und zur künstlerischen Bedeutung der Kapelle und mit Hörstationen zur Liturgie, Musik und Predigt der Zeit bleibt noch bis 3. Oktober bestehen. Ab 4. Oktober wird die Schlosskapelle kurzzeitig geschlossen, um die neu angefertigten Kirchenbänke zu installieren. Rechtzeitig zum Beginn des Reformationsjubiläums am 31. Oktober 2016 wird sie wieder zugänglich sein.

Schloss Neuburg ist täglich außer Montag von 9-18 Uhr zu besichtigen; die Schlosskapelle ist während der Öffnungszeiten zugänglich; bis 2. September ist die Staatsgalerie Flämische Barockmalerei wegen des Ausstellungsabbaus vorübergehend geschlossen.

 

Presse-Informationen:
Ines Holzmüller und Dr. des. Cordula Mauß
Pressesprecherinnen der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon 089 17908-160 und -180, Fax 089 17908-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 08. August 2016

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