29. Juni 2016

Pressemitteilung

Halbzeit bei der Sonderausstellung in Neuburg

Noch knapp sechs Wochen Zeit für einen Besuch bei »Kunst & Glaube. Ottheinrichs Prachtbibel und die Schlosskapelle Neuburg«

Besuchen Sie das Ausstellungshighlight im Schloss Neuburg: Noch bis 7. August ist die Ausstellung „Kunst & Glaube – Ottheinrichs Prachtbibel und die Schlosskapelle Neuburg“ zu besichtigen. Dann kommen die kostbaren Buchpreziosen wieder unter Verschluss und die vielen internationalen Leihgaben, die die Schau zu einem einmaligen Ereignis machen, zerstreuen sich in alle Richtungen.

Die zahlreichen Besucher, die bisher die innovativen und in ihrer Erzählfreude begeisternden Bilder der Ottheinrich-Bibel bewundert haben, sind fasziniert von den vielen Exponaten: Reich illustrierte Bibelhandschriften vom berühmten Klosterneuburger Evangelienwerk aus dem Jahr 1330 bis zu prächtigen Lutherbibeln aus der Frühzeit der Reformation. Kunsthistorische Highlights wie die erstmals gemeinsam präsentierten Werke des Lehrmeisters der Buchmaler der Ottheinrich-Bibel aus Chicago, London, Frankfurt und Wien sowie fürstliche Auftragswerke der Goldschmiedekunst, Malerei, Skulptur, Tapisserie und Buchkunst lassen die höfische Welt der beiden Auftraggeber lebendig werden.

„Nicht nur die kostbaren Leihgaben begeistern die Besucher. Besonders beeindrucken auch die opulente Ausstellungsgestaltung und die aufwändig restaurierte und festliche beleuchtete Schlosskapelle – eine nicht nur religionsgeschichtlich bedeutsame, sondern auch kunsthistorische Top-Sehenswürdigkeit“, so Bernd Schreiber, Präsident der Bayerischen Schlösserverwaltung.

Herausragende Kunstwerke am authentischen Ort

Die Prachthandschrift der Ottheinrich-Bibel steht als epochenübergreifendes Ausnahmewerk im Mittelpunkt der Ausstellung. Ihre monumentale Größe, ihr ungewöhnlicher Bilderreichtum, ihr innovatives Layout und ihre Volkssprachlichkeit zeichnen diese höfische Prachthandschrift aus. Zwei Auftraggeber bestimmten das Aussehen dieses Jahrhundertwerks. Herzog Ludwig der Bärtige von Bayern-Ingolstadt gab sie um 1430 in Auftrag, Pfalzgraf Ottheinrich von Neuburg ließ sie 100 Jahre später um 1530 vollenden. Das eindrucksvolle Renaissanceschloss Neuburg verbindet beide Auftraggeber, es war die bevorzugte Nebenresidenz Ludwigs und der Residenzmittelpunkt Ottheinrichs, bevor dieser als Kurfürst nach Heidelberg ging.

Die Präsentation der Prachthandschrift in außergewöhnlicher Fülle – erstmals werden alle acht Bände und zahlreiche Einzelblätter gemeinsam gezeigt – wird begleitet von hochkarätigen Kunstwerken aus renommierten Museen und Bibliotheken. Als weiterer Höhepunkt steht die Schlosskapelle Neuburg als der erste protestantische Kirchenraum in Deutschland mit ihrer Ausmalung mit einem protestantischen Bildprogramm im Blickpunkt. Die Präsentation der Ottheinrich-Bibel und ihrer Referenzwerke am authentischen Schauplatz, dem Schloss inmitten der beeindruckenden Altstadt, und die Besichtigung der restaurierten Schlosskapelle machen die Ausstellung zu einem einzigartigen Erlebnis. Die Zusammenstellung der 150 Kunstwerke von 43 Leihgebern aus sieben Ländern ist in dieser Weise nicht wiederholbar.

Reiches Begleitprogramm

Neben gebuchten Gruppenführungen gibt es vielfältige Möglichkeiten an öffentlichen Führungen (jeden Mittwoch und Freitag um 15.30 Uhr, jeden Sonntag um 11 und um 15 Uhr), Themenführungen sowie Führungen für Kinder und Eltern teilzunehmen. Großen Zuspruch unter den kleinen Ausstellungsgästen finden die Workshops mit Schreibwerkstatt oder Druckwerkstatt, in denen Kinder Handschriften anfertigen oder eigene Bildentwürfe drucken können (Termine: 9.7., 24.7. und 30.7.). Die Vortragsreihe zur Ausstellung, die sich jeden Donnerstag um 20 Uhr im Rittersaal von Schloss Neuburg regen Interesses erfreut, läuft noch bis zum Ende der Ausstellung. Als besonderes Schmankerl gibt es am Freitag, den 15. Juli, eine Lange Nacht bis 22 Uhr mit Musik, Führungen und Ciceroni.

Buchungen von Gruppenführungen: Telefon 08431 6443-12

 

Presse-Informationen:
Ines Holzmüller und Dr. des. Cordula Mauß
Pressesprecherinnen der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon 089 17908-160 und -180, Fax 089 17908-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 29. Juni 2016

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