23. Februar 2016

Pressemitteilung

Söder: Mehr als 5 Millionen Besucher in staatlichen Schlössern, Burgen und Residenzen

Residenz München verbucht Besucherrekord 2016 und erhält neue Ausstellung ab 2018 // Heimat im Internet: Schlösser und Burgen in 3D erleben

„Unsere bayerischen Kulturgüter sind weltberühmt und echte Touristenmagnete. Mehr als fünf Millionen Gäste besuchten 2016 unsere staatlichen Schlösser, Burgen und Residenzen“, hob Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder bei der Bilanzpressekonferenz der Bayerischen Schlösserverwaltung, Deutschlands größer Museumsträger, hervor. Ganz genau waren es 5.016.906 Gäste. „Damit stellt die Schlösserverwaltung erneut unter Beweis, dass sie in der Championsleague der deutschen Kultureinrichtungen ganz vorne mitspielt und einen großen Beitrag zum bayerischen Tourismusboom leistet“, freute sich der Finanzminister. Mit einem großen Schritt Richtung digitale Zukunft soll das kulturelle Erbe des Freistaats künftig einem noch größeren Publikum zugänglich gemacht werden – mit virtueller Realität. „Vier von Bayerns weltberühmten Schlössern und Burgen können jetzt schon originalgetreu und in 3D im Internet besucht werden – rund um die Uhr und von überall“, so Söder, weitere sollen folgen.

Besuchermagnet war im letzten Jahr erneut Schloss Neuschwanstein mit mehr als 1,43 Millionen Besuchern. Die Residenz München verzeichnet in den letzten Jahren immer mehr Gäste. In 2016 stieg die Besucherzahl des Residenzmuseums auf rund 328.000 an – ein neuer Rekord. Besonders freute sich Söder auch, dass wiederum fast 180.000 Gäste die Kaiserburg Nürnberg besuchten. Die Residenz Ansbach verzeichnete ein Plus von 23,5 Prozent auf 20.319 Besucher. In das Schloss Ellingen kamen mit 29.211 Besucher 43,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Schloss Dachau konnte dank der Baselitz-Ausstellung die Besucherzahlen mit 8.202 mehr als verdoppeln. In Unterfranken ist Zugpferd das UNESCO-Weltkulturerbe Residenz Würzburg mit mehr als 355.000 Besuchern. Neu hinzu kam erstmals ein Objekt in der Oberpfalz, die Walhalla, die seit 2016 zur Bayerischen Schlösserverwaltung gehört. 2016 kamen mehr als 131.000 Besucher.

Söder gab auch einen Ausblick auf die Highlights der nächsten Jahre. Bereits im Juni 2017 wird das neue Burgerlebnismuseum „HerrschaftsZeiten – Erlebnis Cadolzburg“ auf der Cadolzburg im Landkreis Fürth eröffnet. Die neue Attraktion entführt die Besucher der frisch sanierten Burg in das späte Mittelalter. Hier steht das alltägliche Leben auf der Hohenzollernburg im Mittelpunkt, das auf unterhaltsame, interaktive und familiengerechte Weise erkundet werden kann.

In 2018 zeigt die Münchner Residenz eine neue große Ausstellung, in der sich alles um Porzellan drehen wird. Exquisite Sammlungen von Porzellan, Silber und Miniaturen der Wittelsbacher können dann in eigens gestalteten Ausstellungsräumen auf vier Ebenen präsentiert werden. Besondere Highlights der Ausstellung werden Prozellanplattengemälde von König Ludwig I. sein. Noch als Kronprinz ließ Ludwig diese Kunstwerke von akademisch ausgebildeten Malern der Nymphenburger Manufaktur nach Vorbildern der königlichen Gemäldegalerie ausführen.

Heimat originalgetreu im Internet: Touristenmagnete wie das Schloss Neuschwanstein, Schloss Linderhof, das Königshaus am Schachen und die Kaiserburg sind jetzt online und in 3D verfügbar. Die Schlösser wurden nach Lasermessungen digital modelliert und sind von außen und innen interaktiv über das Internet erlebbar. In höchsten Auflösungen kann der digitale Besucher sich frei in den Objekten bewegen, anschauen und genießen. So kann beispielsweise der Thronsaal in Schloss Neuschwanstein originalgetreu in allen Perspektiven erkundet werden – sogar der von König Ludwig II. vorgesehene, aber nicht mehr ausgeführte Thron kann ein- und ausgeblendet werden. Weitere große und repräsentative Gebäude, wie die Residenz Würzburg und die Neue Residenz Bamberg, sollen folgen. Neben dem großen Nutzen für den Tourismus dient das detailgetreue Modell auch der Archivierung. Die Modelle können über die Homepage der Bayerischen Schlösserverwaltung aufgerufen werden.

„Wir arbeiten ständig daran, Bayerns Erbe zu bewahren und noch attraktiver zu machen“, sagte Söder. Als Beispiele für große Baumaßnahmen nannte der Minister die Sanierung der Venusgrotte in Linderhof, die Restaurierung der Prunkräume von Schloss Neuschwanstein und die Generalsanierung der Festung Marienberg.


Pressemitteilung Nr. 048/17

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Pressemitteilung 23. Februar 2017

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