6. April 2017

Pressemitteilung

Söder erteilt neuen Planungsauftrag für Schloss Johannisburg

2. Bauabschnitt umfasst neben Fassaden- und Haustechnikinstandsetzung auch die Sanierung der Schlossweinstuben und des Museums der Stadt Aschaffenburg // Freistaat investiert insgesamt rund 29 Millionen Euro

Seit einem Jahr laufen Instandsetzungs- und Sanierungsarbeiten im Schloss Johannisburg im Rahmen des 1. Bauabschnitts mit Kosten von rund 11,7 Millionen Euro. „Schloss Johannisburg ist das Wahrzeichen von Aschaffenburg und eines der bedeutendsten Schlösser Unterfrankens. In den nächsten Jahren investiert der Freistaat insgesamt rund 29 Millionen Euro, um das Schloss komplett zu sanieren und den Besucherservice zu verbessern“, stellte Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder anlässlich der Erteilung des Planungsauftrags für den 2. Bauabschnitt der Instandsetzungsarbeiten in Schloss Johannisburg mit geschätzten Kosten von 17,6 Millionen Euro fest. „Damit investiert der Freistaat insgesamt rund 29 Millionen Euro in Schloss Johannisburg“, teilte Söder mit. Neben den Maßnahmen auf der Festung Marienberg in Würzburg handelt es sich derzeit um die bedeutendste Sanierung der Schlösserverwaltung in Unterfranken.

Der 2. Bauabschnitt umfasst neben der Fortsetzung der Fassaden- und technischen Instandsetzungen sowie der Ertüchtigung der Räume für die Schloss- und Gartenverwaltung insbesondere Baumaßnahmen für die Schlossweinstuben und für das Museum der Stadt Aschaffenburg. Die Schlossweinstuben werden im Rahmen der Sanierungsarbeiten neu konzipiert und erweitert. Durch einen zusätzlichen Gastraum im Mainflügel mit ca. 230 m² entsteht Platz für weitere rund 100 Gäste. Vorgesehen sind bei den Schlossweinstuben unter anderem eine Neuinstallation der Küche, Erneuerung der Haustechnik, Sanierung der Sanitäranlagen mit Einbau zusätzlicher Besuchertoiletten und einer Behindertentoilette sowie die Erneuerung der Aufzugsanlage. Ferner soll die ehemals vorhandene historische Außentreppe zur Erschließung der Mainter-rasse vom Schlosshof aus wiederhergestellt werden. Die Außenanlagen auf den Mainterrassen mit Gastronomiebereich werden ebenso wie der Innenhof neu gestaltet. Zur Verbesserung der Barrierefreiheit wird bei der hofseitigen Erschließung durch den Einbau eines zusätzlichen Fahrstuhls im Mainflügel eine Verbindung zur Mainterrasse ermöglicht. Zusätzlich werden vorhandene Fahrstühle ertüchtigt, weitere Behindertentoi-letten eingebaut und die Hofpflasterung teilweise erneuert.

Auch beim Museum der Stadt Aschaffenburg werden Fenster erneuert und eine zweite Fensterebene zur energetischen Sanierung eingebaut. Ferner werden die Heizungsanlage und die elektrotechnischen Grundinstallationen überholt. Den musealen Ausbau übernimmt die Stadt Aschaffenburg. Im Rahmen des im April 2016 begonnenen 1. Bauabschnitts werden die fürstlichen Wohnräume und die Staatsgemäldegalerie re-noviert sowie die Haustechnik und Fassaden teilweise erneuert. Die Hofbibliothek zieht dann in die neu gestalteten Räume im Erdgeschoß auf der Nordseite des Stadtflügels. Die freiwerdenden Flächen der heutigen Hofbibliothek werden anschließend zu neuen Ausstellungsräumen für Wechselausstellungen umgebaut. Der erste Bauabschnitt wird voraussichtlich Ende 2018 abgeschlossen sein.

Besucher können das Schloss trotz der Arbeiten besichtigen. Zu sehen ist neben dem Städtischen Schlossmuseum auch eine spannende Projektion, die den Hochaltar in der Schlosskirche inszeniert. Ausschließlich die Staatsgalerie, die Paramentenkammer und die fürstlichen Wohnräume sind bis auf weiteres geschlossen (regulärer Eintritt wird auf 3,50 Euro ermäßigt). Bei einem Besuch können dank @Bayern-WLAN Informationen vor Ort mittels eines Smartphones abgerufen sowie Erinnerungsfotos an Freunde, Verwandte oder Bekannte verschickt werden. Das kostenfreie WLAN ist im Eingangs- und Kassenbereich sowie im westlichen Teil des Innenhofes des Schlosses verfügbar.


Pressemitteilung Nr. 154/17
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Pressemitteilung 6. April 2017

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