4. Mai 2018

Pressemitteilung

Blick auf Orangerie wieder frei. Wegebauarbeiten im Hofgarten Ansbach abgeschlossen

Die Bayerische Schlösserverwaltung konzipierte im vergangenen Winter den Zugangsbereich zum Hofgarten Ansbach an der Bahnhofstraße neu. Die Sichtachse vom Eingangsbereich zur Orangerie wurde dadurch, der landschaftlichen Gestaltung aus dem frühen 19. Jahrhundert entsprechend, geöffnet. Die bisherige Wegeführung aus dem Jahr 1948 hingegen hatte diesen wichtigen Blickbezug des Gartendenkmals verstellt. Mit dieser denkmalpflegerischen Maßnahme konnte zudem die Betriebshof- sowie die Feuerwehrzufahrt verbessert werden.

Der Wegeverlauf wurde im Zuge der Sanierung unter Beibehaltung des Baumbestands in die Mitte der Allee verlegt. Seitlich wird der Eingangsbereich nun von frisch angesäten Rasenflächen gesäumt. Die Bauarbeiten sind nun abgeschlossen. Ab dem 8. Mai wird die fertige Wegedecke wieder belastbar sein. Der Zugang Bahnhofstraße wird daher ab 8. Mai wieder für die Parkbesucher geöffnet. Wir bitten um Verständnis für die zwischenzeitige Sperrung und verweisen für diese Zeit auf die Parkeingänge an der Bischof-Meiser-Straße und am Theater.

Der Hofgarten Ansbach

Der Hofgarten der Residenz Ansbach ist seit jeher räumlich vom Residenzschloss getrennt. Orientiert an der französischen Gartenarchitektur, wurde von 1726 bis 1743 eine Orangerie mit einem vorgelagerten Parterre und zwei seitlich angeordneten Lindensälen errichtet. Parallel zur Gebäudefront verläuft die 1724 gepflanzte doppelreihige Lindenallee, die mit ihren fast 300 Jahre alten Bäumen die Hauptachse des Gartens bildet. Der Hofgarten Ansbach beherbergt Elemente der ursprünglichen Anlage des frühen 18. Jahrhunderts, landschaftliche Parkbilder des 19. Jahrhunderts sowie Rekonstruktionen der Nachkriegszeit.

Die Frühjahrs- und Sommerbepflanzung im Parterre lehnt sich an die artenreichen Anordnungen aus barocken Musterbüchern an. Im Sommer wird vor der Orangerie die Kübelpflanzensammlung aus Zitronen-, Pomeranzen-, Oliven-, Pistazien-, Lorbeer- sowie Feigenbäumen präsentiert.

Denkmale und Gedenktafeln erinnern an den Dichter Johann Peter Uz, an den markgräflichen Minister Freiherr von Benkendorff, an das 1833 im Hofgarten ermordete Findelkind Kaspar Hauser sowie an den Botaniker und markgräflichen Leibarzt Leonhart Fuchs. Zum 500. Geburtstag von Leonhart Fuchs wurde im Jahr 2001 ein vielfältiger und interessanter Heilkräutergarten angelegt.

 

Presse-Informationen:
Dr. Cordula Mauß und Franziska Hölzle
Pressesprecherinnen der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon 089 17908-180 und -160, Fax 089 17908-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 4. Mai 2018

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