Schlossverwaltung Neuburg
Residenzstraße 2
86633 Neuburg
(0 84 31) 64 43-0
Fax (0 84 31) 64 43-44
svneuburg@
bsv.bayern.de
April-September: 9-18 Uhr
Oktober-März: 10-16 Uhr
Montags geschlossen
Geschlossen am:
1.1., Faschingsdienstag, 24.12., 25.12., 31.12.
keine regelmäßigen Führungen
5,- Euro regulär
4,- Euro ermäßigt ![]()
Jahreskarten / Mehrtagestickets
Eingang über Rampe erreichbar; Aufzug und Behindertentoilette vorhanden
Archäologie-Museum Neuburg (Zweigmuseum der Archäologischen Staatssammlung München - Museum für Vor- und Frühgeschichte)
Besucherwarteraum mit Cafeteria
Neuburg
www.bahn.de
Bus 4 "Amtsgericht" oder Bus "Karlsplatz"
keine Parkmöglichkeiten
Alle Öffnungszeiten und Eintrittspreise auf einen Blick
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Staatsgalerie Neuburg -
Flämische Barockmalerei
Mit fast 160 Meisterwerken aus der Zeit von Peter Paul Rubens zeigt die neue Staatsgalerie ein eindrucksvolles und vollständiges Bild der flämischen Schule und präsentiert zugleich charakteristische Werke aller Gattungen von der Historien- und Landschaftsmalerei über das Porträtfach bis hin zu Genreszenen und Stillleben.
Dieser einzigartige Gemäldebesitz ist vor allem zwei leidenschaftlichen Sammlern aus dem Hause Wittelsbach zu danken: Kurfürst Max Emanuel von Bayern in München (1662-1726) und Kurfürst Johann Wilhelm von Pfalz-Neuburg in Düsseldorf (1658-1716).
Bereits Johann Wilhelms Großvater, Wolfgang Wilhelm von Pfalz-Neuburg (1578-1653), hatte Altarbilder für die Hofkirche in Neuburg bei Peter Paul Rubens bestellt: Das "Große Jüngste Gericht" (1617) für den Hauptaltar (tatsächlich das größte Gemälde im gesamten Rubenswerk und heute in der Alten Pinakothek zu bewundern) und für die Seitenaltäre eine "Anbetung der Hirten" (1619) sowie eine "Ausgießung des heiligen Geistes" (1619).
Herzog Johann Wilhelm ließ 1691 das "Große Jüngste Gericht" und 1703 die beiden Seitenaltarbilder aus der Neuburger Kirche entfernen und in die von ihm gegründete Düsseldorfer Galerie bringen. Ende des 18. Jahrhunderts wurden die Kunstwerke nach dem Aussterben der Pfälzer Linie des Hauses Wittelsbach nach München gebracht. Nach nunmehr 300 Jahren sind die Seitenaltarbilder jetzt in die Stadt ihrer ursprünglichen Bestimmung zurückgekehrt.
Neben acht weiteren Gemälden von Rubens und seiner Werkstatt gehören auch die beiden anderen herausragenden Antwerpener Maler dieser Zeit, Anthonis van Dyck und Jacob Jordaens, mit repräsentativen Beispielen der Portrait- und Historienmalerei zu der Neuburger Auswahl.
"Papst Nicolaus V.
besucht das Grab des
Hl. Franz von Assisi"
1627, Gérard Douffet
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Brillante, großformatige Werke der Lütticher Schule, vor allem der führenden Maler Gérard Douffet und Bertholet Flémalle, werden seit Jahrzehnten erstmals wieder öffentlich zugänglich gemacht. Gezeigt werden diese Meisterwerke in den frisch renovierten Räumen des Westflügels von
Schloss Neuburg, dem so genannten Ottheinrichbau.
Der aus der pfälzischen Linie des Hauses Wittelsbach stammende Pfalzgraf Ottheinrich (1502-1559) ließ ab 1528 seine Residenz erweitern. Kernstück des Westflügels und somit auch der neuen Galerie ist der Große Saal im zweiten Stock, der mit 50 Metern Länge und 17 Metern Breite lange Zeit als der größte stützenlose Saal nördlich der Alpen galt und in dem nun die großformatigen Meisterwerke gezeigt werden.
Im unteren Geschoss des Westtrakts sind die Räume kleineren Formaten des flämischen Barocks gewidmet: Zu sehen sind Landschaften der Brueghel-Familie und der engen Rubens-Mitarbeiter Jan Wildens und Lucas van Uden, Stillleben von Frans Snyders und Daniel Seghers, Seestücke von Andries Artvelt und Bonaventura Peeters sowie Genreszenen von David Teniers und Gillis van Tilborch.