Informationen zur winterlichen Fütterung des Rotwildes am Königssee:

Hirsche beim Heuschmaus: Wildfütterung am Königssee

Steile Felswände, winterlich verschneite Landschaften und Hirsche mit mächtigen Geweihen. Diesen Anblick kann man im Winter im Berchtesgadener Land genießen, wenn sich am Königssee und im Klausbachtal das Rotwild zur Wildfütterung einfindet.

Bild: Wildfütterung

© Foto: Nationalparkarchiv Berchtesgaden

 

Die Tiere leben eigentlich in höheren Lagen in den Alpen, kommen aber in den Wintermonaten aus Futtermangel aus den Bergwäldern hinab ins Tal. In früheren Zeiten zogen sie zur Nahrungssuche in die schneeärmeren Auwälder des Alpenvorlandes zurück. Die heutige Bebauung lässt dies jedoch nicht mehr zu.

Ein Überwintern des Rotwildes im Nationalpark Berchtesgaden, zu dem die Bergwälder gehören, würde auf Grund der Futterknappheit hohe Verbissschäden verursachen. Um dies zu verhindern, gibt es heute großräumige Wildgehege im Tal, in denen die Tiere mit dem notwendigen Heu versorgt und so gut über den Winter gebracht werden. Im Frühling ziehen sie sich dann wieder hinauf in die Berge zurück.

Einen dieser Rotwild-"Mittagstische" gibt es auch in St. Bartholomä am Königssee. Die berühmte Wallfahrtskirche, die von der Bayerischen Schlösserverwaltung betreut wird, ist auch im Winter eine Attraktion. Bei gutem Wetter kann man hier den Rothirschen und Hirschkühen beim Heuschmaus zusehen.

Bild: Rotwild

© Foto: Nationalparkarchiv Berchtesgaden

 

Auch auf der anderen Seeseite, im "Retl", finden Fütterungen statt. Sie sind für Besucher nicht zugänglich. Die Tiere speisen so zwar ungestört, aber nicht unbeobachtet. Vom Schiff aus nämlich hat man einen guten Blick auf die Rothirsche; vorausgesetzt, der Königssee ist nicht zugefroren.

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