Inhalt:

Zum 150. Geburtstag des Bildhauers Mathias Gasteiger

Anlässlich seines 150. Geburtstages stellen wir Ihnen im Lauf des Jahres in unserem Schlösserblog den Münchner Bildhauer Mathias Gasteiger (* 24. Juni 1871; † 7. Juli 1934) und einige seiner Werke vor.

Hier geht's zur Blogreihe "150 Jahre Mathias Gasteiger".


 

Bild: Mathias Gasteiger, 1901

Die Bayerische Schlösserverwaltung erinnert an einen Künstler, der vielseitig talentiert, lebenslustig und unternehmerisch hochambitioniert war.

Nach den ersten künstlerischen Erfolgen in den 1890er Jahren hatte sich Gasteiger noch vor der Eröffnung des Münchner Westfriedhofs ein Atelier in dessen Nähe einrichten lassen. Er hoffte auf Aufträge für Grabsteine und -monumente, wollte aber auch Brunnenfiguren, Bauschmuck und Denkmäler nach eigenen Plänen gestalten.

Noch vor dem Ersten Weltkrieg kaufte er einen Steinbruch bei Treuchtlingen in Mittelfranken, in dem er Marmor für die Verkleidung von Fassaden und Innenräumen abbauen ließ. Anfängliche Erfolge ermutigten ihn, einen weiteren Steinbruch in Laas (Südtirol) zu erwerben. Der dortige Marmor galt als besonders rein und für Büsten und Statuen besonders geeignet. Die Inflation (1923) und die Weltwirtschaftskrise (1929) führten jedoch zu erheblichen Verlusten, weshalb Gasteiger die Steinbrüche wieder abgeben musste.

 

Bild: M. Gasteiger, Brunnengruppe Satyrherme und Knabe

Mathias Gasteiger, Brunnengruppe Satyrherme
und Knabe
in den ehemals begrünten
Stachusanlagen, Fotografie, um 1895

Als Gasteiger 1934 starb, hinterließ er seiner Frau, der Malerin Anna Sophie Gasteiger, nicht nur die Villa am Münchner Westfriedhof, sondern auch das Sommerdomizil in Holzhausen am Westufer des Ammersees und zahlreiche eigene Arbeiten. 1984 hat die Familie das Künstlerhaus und den künstlerischen Nachlass dem Freistaat vermacht.

Es ist heute ein kleines Museum, das an das vielseitige Werk von Mathias und Anna Sophie Gasteiger erinnert. Covid-bedingt ist das Museum 2021 geschlossen. Deshalb stellt die Bayerische Schlösserverwaltung in der Blogreihe "150 Jahre Mathias Gasteiger" einige öffentlich zugängliche Brunnen und Denkmäler vor, die Gasteiger in München und andernorts hinterlassen hat. Bei einem Rundgang kann man sie noch heute entdecken.


 
Inhalt ausblenden
Inhalt einblenden
Kontraste erhöhen
Standard verwenden