Liebe Freundinnen und Freunde der bayerischen Schlösser, Gärten und Seen,
im März rückt die Bayerische Schlösserverwaltung faszinierende Frauenfiguren in den Mittelpunkt.
In einer Führung zum Internationalen Frauentag auf der Cadolzburg entdecken Sie die weibliche Seite der Hohenzollern. Lassen Sie sich außerdem auf der Burg Burghausen in die mittelalterliche Welt der Fürstinnen – ins »Frauenzimmer« – entführen. Themenführungen in der Residenz München und in Schloss Nymphenburg würdigen anlässlich ihres 350. Todestags Kurfürstin Henriette Adelaide.
Auf der Plassenburg zeigt das Museum Hohenzollern in Franken ein bedeutendes Porträt der Königin Luise von Preußen. Zudem gewährt ein Blick hinter die Kulissen Einblicke in die spannende Restaurierung der Statue der Fama aus dem Schlosspark Linderhof.

Wir wünschen Ihnen einen wundervollen Frühlingsbeginn in unseren Schlössern und Parkanlagen!


Ihr Hermann Auer

Präsident der Bayerischen Schlösserverwaltung
Inhalt
Frauen an der Macht zum Weltfrauentag auf der Cadolzburg
Kuratorinnen-Führung durch die Burg Burghausen
»Eine Italienerin am Münchner Hof« – Führungen zum 350. Todestag Henriette Adelaides
Porträt der »Königin der Herzen« auf der Plassenburg
Die Restaurierung der goldenen Fama von Schloss Linderhof
 
Frauen an der Macht zum Weltfrauentag auf der Cadolzburg
Am 8. März stehen in Bayern nicht nur die Kommunalwahlen an, sondern auch der Internationale Frauentag. Aus diesem Anlass bietet die Cadolzburg eine besondere Führung: »Frauen an der Macht – von der Kommunalwahl zur Kurfürstin auf der Cadolzburg«.
Im Mittelpunkt steht Elisabeth von Bayern, die als Kurfürstin auf der Cadolzburg regierte, während ihr Mann, Kurfürst Friedrich I., abwesend war. Die Führung beleuchtet ihre Aufgaben am Fürstenhof sowie ihre politische und soziale Wirkung.
Die Veranstaltung ist Teil des Ausstellungs- und Forschungsprojekts WIRKSAM, das die Frauen des Hauses Hohenzollern ins Rampenlicht rückt und ihre Bedeutung hervorhebt.
Informationen zur Anmeldung und zu weiteren Veranstaltungen des WIRKSAM-Projekts finden Sie auf unserer Website.
Zur Führung
 
Kuratorinnen-Führung durch die Burg Burghausen
Im 15. Jahrhundert nutzten die Herzöge von Bayern-Landshut die Burg Burghausen als Zweitresidenz und Wohnsitz ihrer Gemahlinnen. Am 27. März führt die Kuratorin Dr. Tanja Kohwagner-Nikolai im Rahmen der Themenführung »Zu Besuch im Frauenzimmer« durch die Burganlage.
Im Fokus stehen die Lebensbedingungen, Aufgaben und Freiräume der Herzoginnen, die in Burghausen ein höfisches Leben führten. Die Führung präsentiert aktuelle Forschungsergebnisse und gewährt Einblicke in die mittelalterliche Welt der Fürstinnen.
Zur Themenführung
 
»Eine Italienerin am Münchner Hof« – Führungen zum 350. Todestag Henriette Adelaides
Am 13. März 1676 starb Bayerns Kurfürstin Henriette Adelaide von Savoyen. Mit 14 Jahren heiratete die am Turiner Hof aufgewachsene Prinzessin den gleichaltrigen Ferdinand, den ältesten Sohn des Kurfürsten Maximilian I. Nach dem Tod seines Vaters ein Jahr später bestieg der erst 15-jährige Ferdinand den Thron, und Henriette Adelaide wurde Kurfürstin von Bayern.
Sie brachte den italienischen Barock nach München. In ihrem Auftrag entstanden die Theatinerkirche und Schloss Nymphenburg. Diese eindrucksvollen Bauwerke und die Überreste ihrer Wohnräume in der Münchner Residenz erinnern noch heute an die facettenreiche »Italienerin auf Bayerns Thron«.
Zum Gedenken an ihren Todestag bieten zwei Themenführungen am Samstag, den 14. März, in der Residenz München und am Sonntag, den 15. März, in Schloss Nymphenburg Einblicke in das Leben der spannenden Regentin.
Zu den Themenführungen
 
Porträt der »Königin der Herzen« auf der Plassenburg
Das Museum Hohenzollern in Franken auf der Plassenburg in Kulmbach hat seine Sammlung um ein bedeutendes Porträt der Königin Luise von Preußen erweitert. Christel Engelke-Gaebler vermachte das Gemälde der Bayerischen Schlösserverwaltung.
Das um 1800 entstandene Bild, das man Georg Friedrich Adolph Schöner zuschreibt, zeigt Königin Luise in Anlehnung an ein bekanntes Porträt von Johann Friedrich August Tischbein.
Mit diesem Neuzugang bereichert das Museum seine Ausstellung um eine wesentliche Facette des Luisenkults des 19. Jahrhunderts. Besucherinnen und Besucher können das Porträt im Rahmen der geführten Rundgänge durch das Museum bewundern.
Zur Burg
 
Die Restaurierung der goldenen Fama von Schloss Linderhof
Die vergoldete Brunnenfigur aus dem Westparterre des Parks von Schloss Linderhof befindet sich derzeit in den Restaurierungswerkstätten der Schlösserverwaltung in Schloss Nymphenburg. Franz Walker schuf die vergoldete Fama im Auftrag von König Ludwig II.
In der römischen Mythologie verkörpert die Gottheit Fama Ruhm und Schicksal. Im 19. Jahrhundert diente sie oft als repräsentative Prunkfigur. Anders als viele dieser Figuren besteht sie nicht aus Bronze, sondern aus Zinkguss. Dieses Material war günstiger und konnte durch eine professionelle Vergoldung ebenso edel wirken. Zugleich galt Zinkguss im 19. Jahrhundert als modernes Material. Es eröffnete neue gestalterische Möglichkeiten und erlaubte die Imitation von Bronze oder Stein bei geringeren Kosten. Die Wahl dieses Werkstoffs passt zu Ludwig II., der neuen Techniken gegenüber stets aufgeschlossen war und innovative Verfahren förderte.
Ihr Standort im Brunnen stellte das Material jedoch vor große Herausforderungen. Hitze, Frost und das kalkhaltige Wasser setzten der Oberfläche und Substanz zu.
Derzeit tragen Restauratorinnen und Restauratoren die Goldfassung sorgfältig ab, um Schäden freizulegen und zu untersuchen. Auch den Sockel bearbeiten sie.
Welche Maßnahmen folgen und wie die Fama zu ihrer ursprünglichen Schönheit zurückfindet, erfahren Sie im nächsten Newsletter.
Zu Schloss Linderhof
 
 
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