Liebe Freundinnen und Freunde der bayerischen Schlösser, Gärten und Seen,
im September blicken wir mit großer Freude auf drei besondere Momente zurück und kündigen Ihnen drei Highlights an, die wir im Herbst für Sie gestalten werden.
Schloss Neuschwanstein begrüßte seinen 75-millionsten Besucher, zwei prachtvolle Kandelaber kehrten nach ihrer Restaurierung in den Thronsaal von Schloss Ehrenburg zurück, und der Schlosspark Fantaisie bei Bayreuth präsentierte das Projekt »Artenvielfalt im Gartendenkmal«.
Im Herbst wartet ein besonderer Höhepunkt auf Kulturfans: Vom 16. bis zum 25. Oktober findet die Residenzwoche in der Residenz München und in der Schlossanlage Schleißheim unter dem Motto »Pomp und Pose« statt – das vielfältige Programm ist jetzt erschienen. Ebenfalls im Neuen Schloss Schleißheim erneuern Restauratorinnen und Restauratoren aktuell die Wandbespannung im Appartement der Kurfürstin. Im November widmet sich dann die wissenschaftliche Tagung »In Stein gemeißelt?« in der Residenz München der Frage, wie Geschichte in Schlössern und Burgen interpretiert und vermittelt wird.

Wir wünschen Ihnen einen erlebnisreichen September und freuen uns darauf, Sie in den bayerischen Schlössern, Burgen und Parkanlagen zu begrüßen!



Ihr Hermann Auer

Präsident der Bayerischen Schlösserverwaltung
Inhalt
75 Millionen Besucher auf Schloss Neuschwanstein
Kostbare Leuchter zurück in Schloss Ehrenburg
Artenvielfalt im Schlosspark Fantaisie
»Pomp und Pose« – Residenzwoche 2026
Textile Pracht für die Räume der Kurfürstin
»In Stein gemeißelt?« – Schlösser und Burgen als Schauplatz von Geschichtsinterpretationen
 
75 Millionen Besucher auf Schloss Neuschwanstein
Mitte August erreichte Schloss Neuschwanstein einen besonderen Meilenstein: Die 75-millionste Besucherin betrat das weltberühmte Bauwerk von König Ludwig II. Seit seiner Eröffnung zieht Schloss Neuschwanstein Menschen aus aller Welt in seinen Bann.
Am 1. August 1886 öffneten die Königsschlösser Ludwigs II. erstmals ihre Tore. Seitdem haben mehr als 156 Millionen Menschen Schloss Neuschwanstein, Schloss Linderhof, das Neue Schloss Herrenchiemsee und das Königshaus am Schachen besucht. Diese einzigartigen Bauwerke gehören heute zum UNESCO-Welterbe und faszinieren auch 140 Jahre später Besucherinnen und Besucher.
Zum Schloss
 
Kostbare Leuchter zurück in Schloss Ehrenburg
Im Jubiläumsjahr von Sachsen-Coburg und Gotha sind zwei prachtvolle Kandelaber in den Thronsaal von Schloss Ehrenburg zurückgekehrt. Die Bayerische Schlösserverwaltung erwarb die rund zweieinhalb Meter hohen Standleuchter im vergangenen Jahr bei einer Auktion. Nach ihrer Restaurierung vervollständigen die im frühen 19. Jahrhundert in Paris gefertigten Kandelaber seit kurzem das Ensemble der ursprünglich acht Leuchter im Thronsaal. Zusammen mit dem großen Kristalllüster und den restaurierten Draperien verleihen die zehn prächtigen Kandelaber dem Thronsaal nun wieder die authentische Raumwirkung des 19. Jahrhunderts.
Zum Blogbeitrag
 
Artenvielfalt im Schlosspark Fantaisie
Im Schlosspark Fantaisie bei Bayreuth wachsen alte Bäume, blühen Wiesen und leben zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten. Im Rahmen des Projekts »Artenvielfalt im Gartendenkmal« zählten Forscher dort unter anderem 146 Moosarten, 29 Wiesenpilzarten und 14 Fledermausarten. Besonders bemerkenswert ist die Französische Erdkastanie, eine Pflanze, die in Bayern nur hier vorkommt. Auch die Wiesentäler beeindrucken mit ihrer außergewöhnlichen Pilzvielfalt, die international Beachtung findet.
Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz und die Bayerische Schlösserverwaltung erfassen in diesem gemeinsamen Projekt gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Die Ergebnisse helfen, Natur- und Denkmalschutz bei der Pflege historischer Gärten besser zu verbinden. Im Frühjahr setzen die Expertinnen und Experten die Erhebung im Englischen Garten in München fort.
Zum Schlosspark Fantasie
 
»Pomp und Pose« – Residenzwoche 2026
Erleben Sie unser Veranstaltungs-Highlight im kommenden Herbst! Vom 16. – 25. Oktober 2026 lädt die Residenzwoche unter dem Motto »Pomp und Pose« in die Residenz München und die Schlossanlage Schleißheim ein. Im Zentrum steht Kurfürst Max Emanuel, dessen 300. Todestag Anlass bietet, die höfische Welt des »Blauen Kurfürsten« und seine Epoche zu erkunden.
Freuen Sie sich auf ein vielfältiges Programm, das historische Räume, Kunst und Kultur lebendig macht. Führungen, Einblicke hinter die Kulissen, Mitmachangebote und Konzerte Alter Musik laden dazu ein, die Residenz München sowie die Schlossanlage Schleißheim aus neuen Perspektiven zu entdecken.
Das Programmheft mit allen Terminen und Angeboten ist ab sofort digital und ab dem 4. September in der Residenz München, Schlossanlage Nymphenburg und Schlossanlage Schleißheim sowie in den Touristeninformationen in München erhältlich. Der Vorverkauf für die Führungen beginnt am 12. Oktober 2026.
Zur Residenzwoche
 
Textile Pracht für die Räume der Kurfürstin
Im Neuen Schloss Schleißheim erhalten das Vorzimmer und das Audienzzimmer der Kurfürstin eine erlesene neue Wandbespannung.
Der verwendete Stoff – ein Halbseidenbrokatell - wurde in Italien gewebt. Als Vorlage dienten Originalfragmente aus dem Neuen Schloss. Das großflächige florale Muster in Gelb lässt den weißen Seidengrund bei Lichteinfall leicht silbern schimmern und verbindet die textile Wandbespannung harmonisch mit dem versilberten Schnitzdekor der Räume. Ein zusätzlich eingewebter Leinenfaden lässt das Muster leicht dreidimensional hervortreten.
Die farbenprächtigen Tapisserien in den beiden Räumen werden ebenfalls neu präsentiert. Wie im Appartment des Kurfürsten hängen sie nun leicht schräg, um das kostbare Material zu entlasten und die Luftzirkulation zu verbessern.
Die Arbeiten sind noch nicht ganz abgeschlossen. Eine umlaufende Borte, die die Paneele der Wandbespannung einfassen soll, wird zurzeit noch gewebt. Anschließend kehren die Möbel und weitere Einrichtungsgegenstände in die Räume zurück. Besucherinnen und Besucher können die Räume bereits jetzt sowie auch im besonderen Rahmen der Residenzwoche am 24. und 25. Oktober 2026 besichtigen.
Zum Neuen Schloss
 
»In Stein gemeißelt?« – Schlösser und Burgen als Schauplatz von Geschichtsinterpretationen
Die Tagung »In Stein gemeißelt?«, die am 12. und 13. November 2026 in der Residenz München stattfinden wird, untersucht, wie man Geschichte in Schlössern und Burgen interpretiert und vermittelt. Im Fokus stehen denkmalpflegerische Maßnahmen, (Re-)Konstruktionen sowie Konzepte zur Ausstattung und Vermittlung.
Ausgehend von markanten Zeitschnitten des 20. Jahrhunderts zeigen Impuls- und Überblicksbeiträge sowie ausgewählte Fallbeispiele, wie gesellschaftlich-kulturelle und politische Umstände sowie museal-kuratorische Entscheidungen die Präsentation von Schlössern und Burgen beeinflusst haben.
Die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen veranstaltet die wissenschaftliche Tagung in Kooperation mit dem Zentrum Erinnerungskultur der Universität Regensburg.
Die Teilnahme ist kostenfrei. Interessierte können sich bis zum 15. Oktober 2026 per E-Mail an Schloessertagung2026@bsv.bayern.de anmelden.
 
Zum Tagungsprogramm
 
 
 
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