21. März 2019

Pressemitteilung

Die feste Burg der reichen Herzoginnen

Neu gestaltetes Museum auf der Burg Burghausen

Seit heute können die herzoglichen Wohnräume der imposanten Burganlage in neuer Form erlebt werden. In der umgestalteten Ausstellung des staatlichen Burgmuseums bietet die Bayerische Schlösserverwaltung nun auch spannende Einblicke in die Wohnkultur auf der Burg im späten Mittelalter. Zahlreiche Kunstwerke von Rang führen in die Kunstlandschaft rund um die Wittelsbacher Herzöge ein.

Die Burg Burghausen genießt eine herausragende Stellung aufgrund ihrer historischen Bedeutung als landesherrliche Burg der bayerischen Wittelsbacher. Sie gilt als eine der imposantesten Burganlagen Europas. Von 1255 bis 1503 war die Burg die Zweitresidenz der in Landshut residierenden niederbayerischen Herzöge. Als sicherer Familienwohnsitz erfüllte sie in dieser Zeit vielfältige Funktionen: Sie diente als Hofhaltung der Herzoginnen und als Erziehungsort ihrer Kinder, als Wohnsitz des Erbprinzenpaares und als Witwensitz. Auch war die Burg die Schatzkammer der Reichen Herzöge von Bayern-Landshut: In der wehrhaften Trutzburg verwahrten sie ihren Gold- und Silberschatz. Die bekannteste Bewohnerin der Burg war die Gemahlin Herzog Georgs des Reichen, die polnische Königstochter Hedwig, an deren Verheiratung mit dem bayerischen Herzog noch heute die berühmte Landshuter Hochzeit erinnert.

Das Leben der ehemaligen Burgbewohner, die bewegte Geschichte und die vielfältigen Funktionen der Burg Burghausen können die Besucher in den verschieden punktuell ergänzten und neu möblierten Ausstellungsräumen nacherleben. Zusätzlich zu den bisher funktional definierten Raumthemen wird jedem Raum ein übergeordnetes inhaltliches Thema zugeordnet, sodass sich im freien Rundgang eine zusammenhängende Erzählung über die Burgbewohner und deren jahrhundertelange Geschichte ergibt. So erfährt der Besucher nun genauso etwas  über „die Burg der reichen Herzoginnen“ wie über „das Ende der Reichen Herzöge“ und das repräsentative Leben und Wohnen am Hof im späten Mittelalter. Um all die spannenden Dinge zu erfahren, laden neue Bänke zum Verweilen in den Räumen ein. Und für all diejenigen, die noch Lust auf mehr haben, gibt es ein tolles Führungs- und Vortragsprogramm.

Sonderveranstaltungen anlässlich der umgestalteten Ausstellung:

31. März 2019, 14 Uhr
Führung durch die umgestalteten herzoglichen Wohnräume
mit Dr. Sebastian Karnatz (Bayerische Schlösserverwaltung)
Treffpunkt: Museumskasse; Eintrittskarte und Anmeldung unter Telefon 08677 4659 erforderlich

9. Mai 2019, 19 Uhr
Vortrag von Dr. Matthias Weniger (Bayerisches Nationalmuseum):
Die Objekte des Bayerischen Nationalmuseums auf der Burg Burghausen
Treffpunkt: Dürnitz; Eintritt frei

6. Juni 2019, 19 Uhr
Vortrag von Dr. Martin Schawe (Bayerische Staatsgemäldesammlungen):
Zur Geschichte der Staatsgalerie Burghausen – Altäre aus Bayern
Treffpunkt: Dürnitz; Eintritt frei

4. Juli 2019, 19 Uhr
Vortrag von Barbara Weis M.A. (aus Burghausen):
Legitimation – Repräsentation – Vorbildfunktion.
Hans Werls Monumentalzyklus zur Wittelsbacher Hausgeschichte in Burghausen

Treffpunkt: Dürnitz; Eintritt frei

Weitere Informationen zu Burg Burghausen und zum Veranstaltungsprogramm finden Sie unter www.burg-burghausen.de.  

 

Presse-Informationen:
Ines Holzmüller und Franziska Wimberger
Pressesprecherinnen der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon 089 17908-160 und -180, Fax 089 17908-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 21. März 2019

| nach oben |


 
Mit der Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz