5. Sepember 2019

Pressemitteilung

Füracker: Vorbereitungen zum Jubiläum 300 Jahre Grundsteinlegung Residenz Würzburg gestartet

Jubiläumswoche vom 18. bis 24. Mai 2020 vorgesehen

„Die ehemalige Residenz der Würzburger Fürstbischöfe gilt als eines der bedeutendsten Gesamtkunstwerke des Barock. Das UNESCO-Weltkulturerbe des Baumeisters Balthasar Neumann ist ein einzigartiges Schmuckstück und wertvoller Bestandteil unserer Heimat Bayern. Im Frühsommer 2020 feiert die Residenz ihre 300-jährige Grundsteinlegung“, freut sich Finanz- und Heimatminister Albert Füracker. Anlässlich dieses Jubiläums wird die Bayerische Schlösserverwaltung zu einer Jubiläumswoche von 18. bis 24. Mai 2020 einladen.

Im Rahmen der Jubiläumswoche ist unter anderem das feierliche Einpflanzen eines Solitärbaumes am historischen Standort im „Englischen Teil“ des Hofgartens geplant. Auf der Balustrade im Ehrenhof der Residenz sollen die Abgüsse zweier bislang noch fehlender Figuren aufgestellt werden. Zudem werden aktuelle Informationen zum Fortgang der Restaurierungsarbeiten des Frankoniabrunnens gegeben. Am Himmelfahrtstag (21. Mai 2020) ist ein buntes Familienprogramm im Hofgarten u. a. mit Picknick-Konzert im Rosenbachpark, Führungen und Kinderprogramm angedacht. Höhepunkt soll eine an zwei Tagen stattfindende (22./23. Mai 2020) „Residenznacht“ mit hochkarätigen musikalischen Darbietungen sowie weiteren künstlerischen Auftritten und Führungen sein. Zum Abschluss der Jubiläumswoche ist am Sonntag, 24. Mai, ein Pontifikalamt im Dom vorgesehen.

In Auftrag gegeben wurde die Residenz Würzburg von Fürstbischof Johann Philipp Franz von Schönborn. Fast alle geistlichen Fürsten seines Hauses waren passionierte Bauherren, die sich durch die Großartigkeit ihres Anspruchs und erstaunliche Sachkenntnis auszeichneten. Johann Philipp Franz übertrug die Koordination der Planung und die Bauaufsicht vor Ort dem damals noch jungen und unbekannten Architekten Balthasar Neumann. Am 22. Mai 1720 erfolgte die Grundsteinlegung.

Der gewaltige Komplex wurde in kürzester Zeit, in nur 24 Jahren, errichtet und bis 1780 fertig ausgestattet. An seiner Umsetzung waren die einflussreichsten Architekten und Künstler Europas beteiligt. Balthasar Neumann arbeitete gemeinsam mit führenden Architekten Deutschlands und Frankreichs zusammen. Hinzu kamen zahlreiche Dekorationskünstler wie das »ornamentale Genie« Antonio Bossi, und nicht zuletzt der bedeutendste Freskenmaler des 18. Jahrhunderts, Giovanni Battista Tiepolo, der 1751/52 mit der Ausmalung des Gewölbes im Kaisersaal sein Debüt nördlich der Alpen gab. Dabei fand sein Werk so großen Anklang, dass ihm der Fürstbischof anschließend auch die Ausgestaltung der Wölbung des Treppenhauses anvertraute – so entstand das größte zusammenhängende Deckenfresko, das jemals gemalt wurde.

Durch diese Vielzahl an Mitwirkenden wurde die Residenz Würzburg eine schöpferische Gemeinschaftsleistung kongenialen Wirkens. Sie repräsentiert einen der strahlendsten Fürstenhöfe im 18. Jahrhundert. Nicht ohne Grund wurde der Residenz Würzburg 1981 der Titel des UNESCO-Welterbes verliehen. Die Residenz Würzburg war damals das erste Bauwerk in Bayern und erst das dritte in Deutschland nach den Domen in Aachen und in Speyer, dem diese Ehre zuteilwurde.

Informationen zum endgültigen Programm der Jubiläumswoche sowie Tickets für die Residenznacht sind ab 5. November 2019 bei der Schloss- und Gartenverwaltung Würzburg, Residenzplatz 2, 97070 Würzburg erhältlich (Telefon 0931 355170, E-Mail: residenznacht-wuerzburg@bsv.bayern.de).

Weitere Informationen im Internet: www.residenz-wuerzburg.de

 

Pressemitteilung Nr. 209/19
Bayerisches Staatsministerium der Finanzen und für Heimat
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Pressesprecherin: Andrea Ebenhoch-Combs
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Pressemitteilung 5. September 2019

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