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14. Juli 2021

Pressemitteilung

„Junges in altem Gemäuer“
Sonderausstellung auf der Cadolzburg zum Thema „Erlebnismuseum, Abenteuerspielplatz, Zuhause: Wie erleb(t)en die Jugendlichen von heute und damals die Burg?“

Besucherinnen und Besucher können sich über eine neue Ausstellung auf der Cadolzburg freuen. Passend zum Jahresmotto „Jugend auf der Burg“ eröffnet am Mittwoch (21. Juli) die Sonderausstellung „Junges in altem Gemäuer“. Die Bayerische Schlösserverwaltung geht dabei der Frage nach: „Erlebnismuseum, Abenteuerspielplatz, Zuhause: Wie erleb(t)en die Jugendlichen von heute und damals die Burg?“. Die Cadolzburg war über Jahrhunderte – bis heute – auch ein Ort, an dem sich Kinder und Jugendliche aufhielten, trafen, vergnügten und sich womöglich auch ängstigten. Die Ausstellungsmacher beleuchten die Blickwinkel verschiedener Gruppen junger Menschen und erzählen so anschaulich und spannend die unterschiedlichen Beziehungen zur Cadolzburg.

Für die Eröffnung der Ausstellung im Erkersaal am Mittwoch, 21. Juli 2021, um 19.00 Uhr, melden Sie sich bitte bis Freitag, 16. Juli 2021, unter Elisabeth.Hanfstaengl@bsv.bayern.de an. Anschließend ist die Sonderausstellung vom 22. Juli 2021 bis 3. Oktober 2021 zu den regulären Öffnungszeiten der Cadolzburg zugänglich und im Museumseintritt enthalten.

Burgbelebung am Wochenende nach der Eröffnung und Ferienangebote

Am Wochenende nach der Ausstellungeröffnung heißt es „Mächtig was los“ in der Vorburg. Das Nürnberger Aufgebot 1474 und die Harnischfechter des Schwertbund Nurmberg e.V. führen am 24. und 25. Juli 2021 mittelalterliche Handwerkstechniken vor und zeigen Harnischfechter beim Training mit ihren Schwertern.

Passend zur Ausstellung gibt es zudem mehrere Ferienprogrammangebote, die unter www.burg-cadolzburg.de zu finden sind wie beispielsweise die Sonderführungen für Kinder „Eine Jugend in der Burg“ und eine offene Familienwerkstatt.

Sonderausstellung „Junges in altem Gemäuer“

Ausstellungsbesucherinnen und -besucher finden in dieser besonderen Ausstellung Antworten auf folgende Fragen: Wie wuchsen im späten Mittelalter die Prinzessinnen hier auf – war das wirklich so traumhaft? Und was mussten die Prinzen lernen, um später erfolgreich wie ihre Väter herrschen zu können? Lesen, Schreiben, Rechnen – na gut, das auch, aber sie sollten natürlich reiten und Waffen handhaben können, höfische Sitten und Tänze kennen, dazu selbstverständlich alles, was damals an Frömmigkeit und Glaubensformen selbstverständlich war. Spezielle Lehrmeister und Geistliche brachten ihnen dies bei, die Umgangsformen lernten sie im Alltag und bei Festen. Außerdem war von Vorteil, wenn man an befreundeten Höfen Kontakte knüpfte und die damalige Welt ein Stück weit kennenlernte, um später bestmöglich regieren zu können. Die Buben verließen dafür oft schon mit sieben oder acht Jahren ihr Zuhause. Die fürstliche Jugendzeit entsprach gewiss nicht nur den Vorlieben der jungen Damen und Herren.

Ganz anders muten die Erlebnisse an, die junge Leute in den Ruinen der Cadolzburg nach dem Zweiten Weltkrieg hatten und suchten. Spannend zu hören oder zu lesen sind deren Berichte: Wenn es hier um gewagte Balanceakte auf den höchsten Mauern oder bei der verbotenen Suche nach gefährlichen Hinterlassenschaften letzter Kampfhandlungen auf der Burg ging, wurde die Burg zum Abenteuerspielplatz. Schließlich kommt in der Ausstellung auch die Jugend heute zu Wort: Jugendliche aus der Region Cadolzburg haben Filme in und über die Burg und ihre Geschichte gedreht. Als Regisseure, Akteure und technische Spezialisten stellen sie selbst dar, wie sich Vergangenheit und Gegenwart, Interessantes und Inspirierendes aus ihrer Sicht an diesem Ort begegnen. So wird die kleine Präsentation mit drei zeitlichen Brennspiegeln zu einer geteilten Auseinandersetzung mit Geschichte und dem steinernen Denkmal.

Die Burgverwaltung Nürnberg

Die Mitarbeiterinnen und die Mitarbeiter der Außenverwaltung Nürnberg kümmern sich mit viel Sorgfalt und Mühe nicht nur um die Kaiserburg und den Burggarten, sie sind zudem für den Tiefen Brunnen und den Sinwellturm auf der Kaiserburg, sowie die Cadolzburg (bei Fürth) und den dortigen Burggarten zuständig. Auch die Festungsruine Rothenberg (oberhalb Schnaittachs gelegen) gehört in ihren Aufgabenbereich. Knapp 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten in der Burgverwaltung Nürnberg. Für ein einmaliges Burgerlebnis und einen angenehmen Besuch in den Parkanlagen sorgen – teilweise hinter den Kulissen wie beispielsweise in Gewächshäusern und Werkstätten – Verwaltungsmitarbeiter, Gärtner, technische Mitarbeiter, Museumspädagogen, sowie Museumsaufsichten und Burgführer. 

Weitere Informationen unter www.kaiserburg-nuernberg.de und www.burg-cadolzburg.de.

 

Presse-Informationen:
Ines Holzmüller und Franziska Wimberger
Pressesprecherinnen der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon 089 17908-160 und -180, Fax 089 17908-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 14. Juli 2021


 
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