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7. Juli 2026

Pressemitteilung

Fortsetzung des Biodiversitätsprojekts „Wildblumenwiesen im Gartendenkmal Englischer Garten München“

Die Bayerische Schlösserverwaltung setzt 2026 das Wildblumenprojekt im südlichen Englischen Garten fort. Dadurch erfahren zusätzlich zu den bestehenden Blühwiesen weitere knapp 5.500 Quadratmeter Rasenflächen eine natur- und artenschutzfachliche Aufwertung hin zu ökologisch wertvollen Blühwiesen. Die Wildblumenwiesen im Englischen Garten ziehen viele Besucherinnen und Besucher sowie eine Vielzahl von Schulklassen an.

Der Englische Garten ist die grüne Lunge Münchens. Besonders in den Sommermonaten wird das öffentliche Naherholungsgebiet von zahlreichen Gästen aus nah und fern besucht. Zudem besitzt die historische Parkanlage eine hohe Artenvielfalt und stellt einen wichtigen Rückzugsraum für eine beeindruckende Anzahl an gefährdeten Insekten-, Tier- und Pflanzenarten dar. Um diesen urbanen Lebensraum ökologisch zu fördern und die vorhandene Biodiversität im Englischen Garten großflächig zu stärken, wurden seit dem Jahr 2022 rund 27.000 Quadratmeter artenarme Rasen- und Langgrasflächen zu artenreichen und extensiven Wildblumenwiesen umgewandelt.

Dieser Prozess wird nun auf drei Teilflächen fortgesetzt. Am Monopteros werden rund 3.000 Quadratmeter Fläche neu angesät. Zudem wird die Wiesenfläche rund um das Rumforddenkmal durch eine Neuansaat mit heimischen Wiesenpflanzen auf einer Fläche von rund 1.800 Quadratmetern aufgewertet. Damit wird eine ökologische Verbesserung des Umfelds der beiden Baudenkmäler erzielt, außerdem werden die historischen, malerischen Wiesenansichten wiederhergestellt. Ergänzend dazu werden südlich der Werneckwiese rund 650 Quadratmeter zu bunten Blühflächen umgestaltet. Die Arbeiten an den Teilflächen werden voraussichtlich im September abgeschlossen sein.

Auf den Flächen werden spezielle Mischungen aus regionalem Saatgut der Münchner Schotterebene gesät, deren Zusammensetzungen auf den Englischen Garten abgestimmt sind. Die blütenreichen Saatgutmischungen enthalten eine Auswahl an Wiesenblumen- und Kräuterarten und sind als wichtige Pollen- und Nektarlieferanten für die heimische Insektenwelt mit früh- und spätblühenden Stauden ausgestattet. Sowohl schnellwüchsige einjährige als auch mehrjährige Arten die dauerhaft das Erscheinungsbild prägen sollen – charakterisieren die Saatgutmischungen. Sie können als bunte Farbtupfer auf den umgewandelten Wiesen im Englischen Garten wahrgenommen werden. Zu den wichtigsten Blüten zählen: weiß (Wilde Möhre, Schafgarbe), gelb (Färber-Kamille, Wiesenbocksbart, Echtes Labkraut), blau (Kornblume, Wegwarte), violetter (Skabiosen-Flockenblume, Gemeine Nachtviole), rot (Mohn, Lein) und rosa (Esparsette, Wilder Majoran). Geschützt durch einen Staketenzaun kann vor Ort (je nach Witterungsverlauf) die Entwicklung und Pflege der Wildblumenwiesen erlebt werden: von der Bodenvorbereitung bis zur ersten zaghaften Begrünung über die farbige Blütenpracht bis hin zur notwendigen Mahd. Im Winter kann die Fläche im Umfeld des Monopteros ohne Einschränkungen betreten werden, sodass das Rodeln weiterhin in gewohnter Weise möglich ist.

„Mit unserem Wildblumenprojekt stärken wir die biologische Vielfalt im Englischen Garten nachhaltig. Mein besonderer Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer Gärtenabteilung sowie der Außenverwaltung des Englischen Gartens, die dieses anspruchsvolle Vorhaben mit hoher fachlicher Kompetenz und auf der Basis langjähriger Erfahrung gemeinsam umsetzen“, betont der Präsident der Bayerischen Schlösserverwaltung Hermann Auer.

Presse-Informationen:
Ines Holzmüller und Angelika Urbach
Pressestelle der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon 089 17908-180 und -160, Fax 089 17908-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 7. Juli 2026