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1. Juli 2026
Pressemitteilung
Rückkehr eines barocken Gesamtkunstwerks nach Schleißheim: Porträt Kurfürst Max Emanuels und Prunkrahmen Joseph Effners restauriert
Die Bayerische Schlösserverwaltung bringt im Themenjahr „Kurfürst Max Emanuel“ ein bedeutendes Kunstwerk an seinen ursprünglichen Ort zurück: Nach einer aufwändigen, durch Spendengelder finanzierten, Restaurierung kehrt das um 1710 entstandene Porträt Kurfürst Max Emanuels von Joseph Vivien ins Neue Schloss Schleißheim zurück, wo es im Audienzzimmer des Kurfürsten ausgestellt wird.
Das großformatige Gemälde zeigt Kurfürst Max Emanuel in Harnisch und Hermelinmantel. Auf einem Tisch liegen Reichsapfel, Kurhut und Helm. Mit der rechten Hand weist der Kurfürst auf das im Hintergrund sichtbare Schloss Schleißheim.
Besonders hervorzuheben ist auch der vergoldete Prunkrahmen, der aus der Entstehungszeit des Gemäldes stammt und Joseph Effner zugeschrieben wird. Als Hofbaumeister Kurfürst Max Emanuels prägte Effner die Gestaltung des Neuen Schlosses Schleißheim maßgeblich. Der Rahmen passt exakt zur Architektur und Ausstattung der Schleißheimer Prunkräume und bildet mit dem Gemälde ein Gesamtkunstwerk.
„Mit der Rückkehr dieses außergewöhnlichen Kunstwerks nach Schleißheim gewinnt das Neue Schloss ein bedeutendes Zeugnis barocker Repräsentationskunst zurück. Mein besonderer Dank gilt allen Spenderinnen und Spendern für ihre Unterstützung sowie den Restauratorinnen und Restauratoren, die mit ihrer hohen fachlichen Expertise die behutsame Wiederherstellung ermöglichten,“ sagt Hermann Auer, Präsident der Bayerischen Schlösserverwaltung.
Ursprünglich hing das Porträt vermutlich in der Gemäldegalerie Schleißheim. Seit 1803 befand es sich nach der Säkularisation des Fürstbistums Bamberg in Schloss Seehof. Da es dort aufgrund des Ausstellungsschwerpunkts auf die fürstbischöfliche Zeit nur eingeschränkt zur Geltung kam, entschied man, es nach Schleißheim zurückzubringen.
Es wurden sowohl die Leinwand als auch der aufwendig geschnitzte und vergoldete Prunkrahmen restauriert. Ziel war es, die historische Substanz zu bewahren und die ursprüngliche Wirkung wieder sichtbar zu machen. Mit seiner Rückkehr bereichert das Porträt die Schleißheimer Schlossanlage um ein herausragendes Kunstwerk des Barocks; es ist ab Juli 2026 für Besucherinnen und Besucher zu sehen.
Weitere Informationen zur Schlossanlage Schleißheim finden Sie unter www.schloesser-schleissheim.de.
Presse-Informationen:
Ines Holzmüller und Angelika Urbach
Pressestelle der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon 089 17908-180 und -160, Fax 089 17908-190, presse@bsv.bayern.de
Pressemitteilung 1. Juli 2026
