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27. Juli 2026
Pressemitteilung
Sanierungsarbeiten im Hofgarten Veitshöchheim fast abgeschlossen: Wege saniert und Skulpturen am Großen See restauriert
Die Bayerische Schlösserverwaltung hat die Sanierung der Wege, Gartenskulpturen und Rasenflächen im Hofgarten Veitshöchheim rund um den Großen See weitgehend beendet. Ziel war es, die Wege zu erneuern und die angrenzenden Flächen nach historischer Vorlage zu gestalten.
Die Arbeiten liefen in zwei Bauabschnitten – für die Landschaftsbauarbeiten unter der Leitung der Schloss- und Gartenverwaltung Würzburg, für die Sanierung der Skulpturen unter der Leitung des Staatlichen Bauamtes Würzburg. Die nördliche Hälfte des Großen Sees wurde bereits im Frühjahr 2025 fertiggestellt, die südliche folgte ab Herbst 2025. Inzwischen sind die Wege und Skulpturen vollständig restauriert und alle Bereiche um den Großen See für die Öffentlichkeit wieder zugänglich. Im Herbst wird die endgültige Bearbeitung der Rasenflächen erfolgen, um die historische Gestaltung vollständig wiederherzustellen.
Im Rahmen der Arbeiten wurden die Wegelinien und die Aufteilung von Rasen- und Wegeflächen um den Großen See nach historischem Vorbild rekonstruiert. Besonders bemerkenswert: Viele der historischen Gartenfiguren stehen nun - ohne ihre Position zu verändern - auf Wegeflächen und wirken dadurch stärker freigestellt, sodass sie besser zur Geltung kommen.
Aufwändige Sanierung und Neuausrichtung der Hofgarten-Skulpturen
Die beiden Bauabschnitte umfassten die Sanierung, Wiederaufstellung und Neuausrichtung von 16 Vasen, 24 Bänken sowie jeweils acht Figuren und Figurengruppen. Im Hofgarten stehen Betonabgüsse der eingelagerten Sandsteinoriginale von Meistern wie Ferdinand Tietz, Johann Wolfgang und Lucas van der Auvera sowie Peter Wager. Um die Originale vor Verwitterung zu schützen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ließ die Schlösserverwaltung bereits in den 1970er- und 1980er-Jahren Abgüsse anfertigen.
Für diese Abgüsse wurde nun ein schonendes Sanierungskonzept entwickelt und erfolgreich umgesetzt: Die Gartenfiguren wurden abgebaut, in Werkstätten von Flechten, Moosen und Algen gereinigt und von Rissen und Schäden befreit, die den Verfall beschleunigt hätten. Wichtige, abgebrochene Teile wurden behutsam ergänzt. Zudem konnten auch die Hofgartenbänke saniert werden. Sie bewahren das symmetrische Bild des Sees und laden Besucherinnen und Besucher zum Verweilen ein.
Um das historische, symmetrische Gesamtbild des Hofgartens wiederherzustellen, ordnete die Schloss- und Gartenverwaltung Würzburg die Skulpturen in enger Abstimmung mit den Hofgärtnern neu an. Sie holte die Figuren aus dem dichten Grün und stellte sie präzise entlang der Mittelachse der Heckennischen auf. An ihrem neuen Platz wirken die Kunstwerke nun wie in einer Freilichtgalerie. Die Neugestaltung rückt die zuvor im Grün verborgenen Skulpturen wieder stärker ins Blickfeld und betont ihre Wirkung als Teil der historischen Garteninszenierung. Die klare Trennung von Grünfläche und Weg unterstreicht diesen Eindruck zusätzlich.
Presse-Informationen:
Ines Holzmüller und Angelika Urbach
Pressestelle der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon 089 17908-180 und -160, Fax 089 17908-190, presse@bsv.bayern.de
Pressemitteilung 27. Juli 2026
