Barbara von Brandenburg [*1422] besuchte von
Mantua aus selbst 1442 nochmals die Heimat. Vor allem aber machten ihre männlichen Verwandten auf ihren Reisen häufig Halt bei ihr in Mantua. Ihr Onkel Albrecht Achilles kam zusammen mit
Martin von Waldenfels, seinem später ungeliebten Schwager, auf dem Rückweg vom Heiligen Land 1435 an den Mantuaner Hof, 1451 besuchte ihr Vater Johann der Alchimist sie. Ihr Onkel Kurfürst Friedrich II. kam gleich zweimal 1453 auf dem Hin- und Rückweg von Jerusalem und 1474 besuchte sie ebenfalls zweimal König Christian von Dänemark, der Schwager Barbaras.
Einen vieljährigen Aufenthalt (1455-59) mit Verschränkung der Höfe
Mantuas und der fränkischen Hohenzollern organisierte
Barbara von Brandenburg [*1422] für ihren drittgeborenen Sohn Gianfrancesco, der die ersten Jahre bei Barbaras Vater Johann dem Alchimist verbrachte, um dort die Gepflogenheiten an einem großen deutschen Fürstenhaus kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen. Doch erwirkte Barbara wegen allzu ruhiger Gewässer auf der
Plassenburg den Wechsel ihres Sohnes zum Hof des umtriebigen Albrecht Achilles. Besonders mit
Anna von Sachsen [*1437] scheint sein Verhältnis sehr gut gewesen zu sein.
Ein jüngerer Bruder, Rodolfo von Mantua, reiste 1470 auf dem Rückweg seiner „Knappenzeit“ in Burgund mit einem Zwischenstopp in
Ansbach zurück nach Italien.