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Neue Residenz Bamberg
Kaisersaal
Audienzzimmer im Fürstbischöflichen Appartement

Neue Residenz Bamberg

Die Neue Residenz in Bamberg bildet zusammen mit dem Dom und der Alten Hofhaltung ein historisch gewachsenes Platzensemble von europäischer Bedeutung im Herzen der Welterbestadt Bamberg. Kaiser Heinrich II. machte Bamberg 1007 zum Bischofssitz. Als erste Residenz diente den Bischöfen die Alte Hofhaltung. Die heute erhaltenen rückwärtigen Fachwerkbauten entstanden ab 1475, ab 1568 kamen am Domplatz der Ratsstubenbau und die Schöne Pforte hinzu. In der Alten Hofhaltung ist heute das Historische Museum der Stadt Bamberg untergebracht. Wie die Fürstbischöfe des Barock residierten, erfährt man hinter den prachtvollen Fassaden der Neuen Residenz gegenüber.

Die beiden am Domplatz gelegenen Barockflügel wurden 1697 bis 1703 unter Fürstbischof Lothar Franz von Schönborn nach Plänen von Leonhard Dientzenhofer gebaut. Schon von 1604 bis 1612 entstanden die beiden rückwärtigen Renaissanceflügel. Heute dokumentiert die Innenausstattung von drei Prunkappartements mit zahlreichen hochrangigen Möbeln und Kunstwerken die Nutzung des Baus als Herrschaftssitz der Fürstbischöfe und nach der Säkularisierung als wittelsbachische Residenz. Unter anderem wohnte hier das griechische Königspaar Otto und Amalie im bayerischen Exil.

Ein Höhepunkt der barocken Ausstattung ist der Kaisersaal. Der in Tirol geborene Maler Melchior Steidl freskierte Wände und Decke des Saals von 1707 bis 1709 mit einem komplexen Bildprogramm, das die Verbundenheit des Fürstbistums mit den Herrschern des Alten Reichs aufzeigt. Außer den Schauräumen der Schlösserverwaltung beherbergt die Neue Residenz auch die Staatsgalerie der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen mit Meisterwerken der altdeutschen und barocken Malerei. Zur Entspannung lädt im Innenhof der Rosengarten mit herrlichem Blick über die Stadt ein.

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