2. April 2003

Pressemitteilung

Holzhausen am Ammersee, Künstlerhaus Gasteiger

Drei weitere Gemälde von Anna Sophie Gasteiger für das Museum

Aus den Beständen der Bayerischen Schlösserverwaltung sind für das Museum im Gasteiger-Haus weitere drei Gemälde von Anna Sophie Gasteiger (1877-1954) vorgesehen, die derzeit noch gerahmt werden. Es handelt sich um frühe Blumenbilder der Künstlerin mit den Titeln "Dahlien", "Gladiolen" und "Sommerblumen". Die genannten Stilleben sind vor dem Ersten Weltkrieg entstanden und dokumentieren wie viele der bereits gezeigten Werke die hervorragende Stilisierungskunst der Malerin.

Anna Sophie Gasteiger zählte bereits vor 1900 zu den vielversprechenden Talenten des Jugendstils in München. Sie nahm an Wettbewerben der Zeitschrift "Deutsche Kunst und Dekoration" teil und entwarf Plakate, Tapeten, Einbaudecken, Kissen und Tischläufer.
1898 erhielt sie Preise für Fliesenentwürfe. Durch die besondere Fähigkeit, Blätter, Blumen und Blüten in Jugendstilformen zu stilisieren, erhielten auch die frühen Blumenstilleben der Künstlerin in Verbindung mit leuchtenden Farben ihren außergewöhnlichen Reiz.


Weitere Informationen und kostenlose Pressefotos erhalten Sie bei:

Claudia Albrecht, Bayerische Schlösserverwaltung, Öffentlichkeitsarbeit
Telefon 0 89 / 1 79 08-160, Fax 0 89 / 1 79 08-190
E-Mail: Claudia.Albrecht@bsv.bayern.de


Künstlerhaus Gasteiger mit Landschaftsgarten

Mathias Gasteiger wirkte als Bildhauer in München zur Zeit des Jugendstils. Bekannt wurde er vor allem durch das "Brunnenbuberl" beim Karlstor in der Fußgängerzone. Am Ammersee bewohnte er zusammen mit seiner Frau Anna Sophie, einer Malerin, ein idyllisches Anwesen mit Landschaftsgarten.

Um 1900 wohnten am Westufer des Ammersees zahlreiche Münchner Künstler. Besonders sehenswert ist das Künstlerhaus Gasteiger mit Wirtschaftsgebäude, Wohnhaus und Landschaftspark. Hier lebte Mathias Gasteiger (1871-1934) zusammen mit seiner Frau, der Malerin Anna Sophie Gasteiger (1877-1954). Sie wurde vor allem wegen ihrer Blumenbilder im neoimpressionistischen Stil bekannt. In der Sommervilla werden heute im Atelier und in den Wohnräumen Werke des Künstlerehepaares präsentiert.

Kunst, Architektur und Natur bilden ein harmonisches Ensemble

Der Museumsrundgang führt den Besucher durch ein bedeutendes Anwesen im Münchner Jugendstil. Sehenswert ist unter anderem die original erhaltene Ausstattung und die Möblierung von Wohnzimmer und Salon aus der Zeit von 1908 bis 1912. Daneben gibt es historische Fotografien und Bilder der beiden Künstler zu sehen. Der Landschaftspark und die geometrischen Gartenanlagen rund um das Haus wurden nach originalen Plänen und Fotos in über zehnjährigen Baumaßnahmen wiederhergestellt. Der Garten mit seiner üppigen Blumenpracht lieferte Anna Sophie Gasteiger Motive für ihre Blumenbilder, Mathias Gasteiger nutzte ihn als erweitertes Atelier. Im Sommer bildete der Park den Rahmen für ein ungezwungenes Leben, wie es in Künstlerkreisen damals üblich war.


Pressemitteilung 2. April 2003

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