9. Januar 2003

Pressemitteilung

München: Fällen gefährlicher Bäume im Schlosspark Nymphenburg notwendig

Die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen führt gegenwärtig die im Dezember 2002 angekündigten Maßnahmen an den Gehölzbeständen des Schlossparks Nymphenburg durch. Nach damaligem Erkenntnisstand war in der nördlichen Hochallee am Mittelkanal lediglich eine stark geschädigte Linde zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit zu fällen. Bei der eingehenden Untersuchung der Kronen verschiedener, seit mehreren Jahren intensiv beobachteter Alleebäume wurde am 8. Januar 2003 durch speziell geschultes Personal der Schloss- und Gartenverwaltung Nymphenburg festgestellt, dass zwei weitere Linden als äußerst gefährlich einzustufen sind. Aus der optischen Baumbegutachtung nach der SIA-Methode (Statisch Integrierte Abschätzung) ergab sich eine erhebliche statische Instabilität, so dass beide Bäume umgehend eingekürzt wurden. Sie werden in den nächsten Tagen beseitigt und im Frühjahr durch kräftige junge Bäume ersetzt. Die hohlen und teilweise morschen Stamm- und Astabschnitte werden in Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde hinter der Hecke abgelegt, um den eventuell darin lebenden Insekten die Möglichkeit zu geben, auf andere geeignete Altbäume in unmittelbarer Nachbarschaft zu wechseln.

Die Bayerische Schlösserverwaltung ist verpflichtet, in den ihr unterstehenden öffentlichen Gärten und Parks für die Verkehrssicherheit Sorge zu tragen. Dazu gehört auch, Gefahren zu beseitigen, die von solchen Bäumen ausgehen, die durch Krankheiten, Pilze, Schädlinge, Witterungseinflüsse oder den natürlichen Alterungsprozess geschädigt bzw. beeinträchtigt sind. Deshalb sind zahlreiche Bäume des Nymphenburger Schlossparks in der so genannten Baumüberwachungsliste erfasst. Im Rahmen halbjährlicher Kontrollen werden Maßnahmen festgelegt, die der Behebung eventueller Gefahren dienen. Bei akuter Gefahr ist allerdings unverzügliches Handeln bis hin zur Fällung von Bäumen erforderlich, um die Besucher des Parks nicht zu gefährden.

 

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Claudia Albrecht, Bayerische Schlösserverwaltung, Öffentlichkeitsarbeit
Telefon (0 89) 1 79 08-160, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 9. Januar 2003

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