12. Februar 2004

Pressemitteilung

Wieder notwendige Fällarbeiten im Schlosspark Nymphenburg

Die Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen (Bayerische Schlösserverwaltung) wird bis Ende Februar 2004 noch einige dringend notwendige Maßnahmen in den Gehölzbeständen des Schlossparks Nymphenburg durchführen.

So sind zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit mehrere Gefahrenbäume an viel begangenen Wegen zu fällen, zum Beispiel ein von holzzerstörenden Pilzen befallener Spitzahorn unmittelbar am Menzinger Tor und eine Eiche mit völlig abgestorbener Krone am Rand eines kleinen Waldstücks direkt am nordwestlichen Abschnitt des Reitwegs. In Vorbereitung der Sanierung der Parkmauer sind drei Hainbuchen zu entfernen, die die bauliche Substanz der historischen Mauer im Bereich des Hartmannshofer Tores zunehmend beeinträchtigen. Zur Förderung wertvoller Altbäume, wie Eichen und Vogelkirschen, werden an verschiedenen Stellen des Nymphenburger Schlossparks außerdem jüngere Bäume entfernt. Dabei handelt es sich vornehmlich um so genannte Stangenhölzer von Gemeiner Esche und Spitzahorn. Von bedrängenden Nachbarbäumen wird auch die 1997 auf der südlichen Insel im Badenburger See gepflanzte Trauerweide befreit, die sich inzwischen prächtig entwickelt hat und dadurch wesentlich zur Annäherung an das ursprüngliche Sckell'sche Erscheinungsbild beiträgt.

In den kommenden Wochen werden des weiteren im Löwental zwischen Badenburg und den beiden Ahas (Absenkungen der Schlossmauer) nochmals eng begrenzte Maßnahmen zur Freilegung der künstlichen Bodenmodellierungen und zur Wiederherstellung der ursprünglichen Blickbeziehungen durchgeführt. Bereits Anfang des Jahres wurde der fast gänzlich zugewachsene "Schwammerl" am Menzinger Tor freigelegt und dadurch die reizvolle Situation des künstlichen Hügels mit seinem differenzierten Gehölzaltbestand wieder erlebbar gemacht. Auch im Vorfeld des Geranienhauses werden drei in den 1960er Jahren gepflanzte Bäume entnommen. Hier soll in den kommenden Jahren das ursprüngliche Arboretum mit Gehölzen der Sckell-Zeit wiederbelebt werden.

Diese Maßnahmen wurden mit den zuständigen Fachbehörden (Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Untere Naturschutzbehörde der Landeshauptstadt München) und dem Bezirksausschuss des Stadtbezirks Neuhausen-Nymphenburg grundsätzlich abgestimmt.

Die Bayerische Schlösserverwaltung erläutert übrigens generell die Notwendigkeit der denkmalpflegerischen Arbeiten in der Informationsausstellung "Friedrich Ludwig von Sckell und Nymphenburg", die ab 1. April 2004 wieder im Geranienhaus zu sehen sein wird.

 

Weitere Informationen erhalten Sie bei:
Michael Grill, Bayerische Schlösserverwaltung, Öffentlichkeitsarbeit
Telefon (0 89) 1 79 08-160, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 12. Februar 2004

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