21. September 2007

Pressemitteilung

Schlösserverwaltung setzt Siegerentwurf des studentischen Ideenwettbewerbs zur Gestaltung der Freiflächen am Museumsneubau im Park Rosenau um

Die Bayerische Schlösserverwaltung beginnt noch im Herbst mit den Arbeiten an den Freiflächen am neuen "Europäischen Museum für Modernes Glas und Keramik" im Park Rosenau. Die Gestaltung orientiert sich dabei am Siegerentwurf des studentischen Ideenwettbewerbs, den die Gärtenabteilung der Schlösserverwaltung für Studenten am Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur und öffentlichen Raum der Technischen Universität München initiiert hat.

Am Freitag (21. September) stellte der Leiter der Gärtenabteilung Rainer Herzog beim Richtfest für den Museumsneubau im oberfränkischen Rödental bei Coburg den prämierten Entwurf des Teams Benjamin Eiband, Felix Huber und Roberto Kaiser der Öffentlichkeit vor. Zudem präsentierte er in Anwesenheit der Ordinaria des Lehrstuhls, Professor Regine Keller, die vier weiteren Wettbewerbsbeiträge mit ihren sehr unterschiedlichen Gestaltungsideen.

Gartendirektor Rainer Herzog lobte die Kreativität des Gewinnerteams: "Dieser Entwurf kommt unseren Vorstellungen von einem 'Rastergarten', der historische und moderne Gestaltungselemente nahtlos verknüpft, sehr nahe. Vor allem die organischen Beetstrukturen mit ihrer differenzierten Bepflanzung als Erinnerung an verschiedene Entwicklungsphasen der Anlage finden wir originell und attraktiv."

In den kommenden Monaten sollen die Freiflächen im denkmalgeschützten Schlosspark nach den prämierten Plänen gestaltet werden: "Der Entwurf kann mit einigen Veränderungen umgesetzt werden", kündigte Herzog an.

 

Reizvoller "Rastergarten" mit Elementen des alten Nutzgartens

Geplant ist, dass die Freiflächen die ursprüngliche Gartenstruktur des historischen Nutzgartens mit ihrem klaren Raster aus Wegen und Vegetationsflächen aufgreifen und zugleich den Erfordernissen des neuen Glasmuseums in origineller und attraktiver Weise Rechnung tragen. So entstehe für die Besucher eine reizvolle Grünanlage mit Elementen des alten Nutzgartens und einer modernen Freifläche. Die Schlösserverwaltung trägt die Kosten der Gestaltung des "Rastergartens", die mit rund 200.000 Euro veranschlagt sind.

Im 19. Jahrhundert befand sich auf dem Areal zwischen Museumsneubau und historischer Orangerie ein herrschaftlicher Küchengarten der Coburger Herzöge. Die erhalten gebliebenen Reste dieses Nutzgartens wurden Anfang der 1980er-Jahre in eine landschaftliche Anlage umgewandelt. Der Museumsneubau eröffnet nun die Chance, eine zeitgenössische und der Situation angemessene Lösung zu entwickeln.

Die Neugestaltung der Freiflächen soll bis zur geplanten Eröffnung des "Europäischen Museums für Modernes Glas und Keramik" im Herbst 2008 weitgehend abgeschlossen sein.

 

Schloss und Park Rosenau

Schloss Rosenau liegt malerisch inmitten eines englisch-romantischen Landschaftsgartens nordöstlich von Coburg. Herzog Franz Friedrich Anton von Sachsen-Coburg-Saalfeld hatte den im Kern noch mittelalterlichen Bau im Jahre 1805 erworben, um sich einen Sommersitz zu erschaffen, der den romantischen Vorstellungen seiner Zeit entsprach. Der das Schloss umgebende Park, der sowohl Merkmale des klassischen englischen Landschaftsgartens als auch typisch romantische Elemente aufweist, geht auf Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg und Gotha zurück.

 

Presse-Informationen:
Ines Holzmüller, Pressesprecherin der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon (0 89) 1 79 08-160, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 21. September 2007

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