29. Oktober 2007

Pressemitteilung

Schloss Linderhof

Fahrenschon informiert sich über Sanierungsarbeiten

"Die Sanierung der Terrassenanlage von Schloss Linderhof wird termingerecht im Herbst 2008 abgeschlossen werden", stellte Finanzstaatssekretär Georg Fahrenschon zufrieden bei einem Informationsbesuch zusammen mit den Abgeordneten Renate Dodell und Johann Neumeier zu den Sanierungsarbeiten in Schloss Linderhof am Samstag (27.10.) fest. An der Ortsbesichtigung nahm auch der 1. Bürgermeister der Gemeinde Ettal, Helmut Königsberger, teil.

Mit dem Beginn der Wintersaison und der damit verbundenen Schließung der Venusgrotte wurden in den vergangenen Tagen bereits weitere Sanierungsmaßnahmen eingeleitet. Als erste Maßnahme wird ein Konzept für die Abdichtung der Zugangsbereiche der Grotte erstellt, um eindringende Feuchtigkeit auszuschließen. Damit soll das sensible Geflecht aus Stahl und Draht geschützt werden, das die Unterkonstruktion der modellierten Theaterlandschaft der Grotte bildet. Zeitgleich beginnen umfangreiche restauratorische Untersuchungen, wie diese Unterkonstruktion und die Innenhülle der Grotte gesichert werden können. Fahrenschon: "Diese Untersuchungen sind die unverzichtbare Grundlage zur Erarbeitung eines Restaurierungskonzeptes, das in seiner Komplexität ebenso anspruchsvoll sein wird wie die Königsschlösser selbst."

Nach dem Abschluss der Bauarbeiten an den Dächern und Fassaden des Schlosses, die mit 5,9 Millionen Euro zu Buche schlugen, ist die Sanierung der Terrassenanlage der nächste Schritt zur Verbesserung dieses Vorzeigeobjektes der Bayerischen Schlösserverwaltung. Die Terrassenanlage wurde letztmals von 1977 bis 1980 komplett saniert. Die extremen klimatischen Verhältnisse auf dem auf fast 1.000 Metern Höhe liegenden Schlossgelände verursachten in den vergangenen 30 Jahren erhebliche Schäden im Naturstein. Aus diesem Grund werden nun vermehrt witterungsbeständigere Spezial-Betonteile eingebaut, die vom Erscheinungsbild her wie Naturstein gestaltet werden. Die ab 1874 bis 1875 erbaute Terrassenanlage erhebt sich südlich des Schlosses oberhalb des Wasserparterres und führt über drei mit aufwendigen Treppenanlagen versehene Terrassen bis zum bekrönenden Venustempel. Die Sanierung der Treppenanlagen wurde auf 650.000 Euro festgesetzt; insgesamt werden damit seit 1995 rund 13,5 Millionen Euro in Linderhof investiert worden sein.

Hintergrund zur Venusgrotte

Die mit verschiedenen Farben magisch erleuchtete künstliche Tropfsteinhöhle, eine zehn Meter hohe Hauptgrotte, und zwei Nebengrotten, sollen das Innere des Venusberges aus Wagners Tannhäuser wiedergeben. Mit dieser geheimnisvollen Felsenwelt ist das Motiv der Blauen Grotte von Capri – ein unterirdisch erleuchteter See, in den sich ein Wasserfall ergießt – verbunden. Ein vergoldeter Muschelkahn, eine Plattform auf dem von Kristallen glitzernden Loreleyfelsen und ein "Königssitz" mit Muschelthron, waren die Orte, von denen aus König Ludwig II. die weltentrückte Traumwelt auf sich wirken ließ. Die bauliche Konstruktion besteht aus Pfeilern, Gewölbegurten und Eisenverstrebungen; die Vortäuschung von Felsen und Tropfsteingebilden wird durch Leinwand und Zement und flimmerndem Spießglanz erreicht.

Weitere Informationen im Internet unter www.linderhof.de

 

Pressemitteilung 275/2007
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Pressemitteilung 29. Oktober 2007

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