14. Dezember 2009

Pressemitteilung

Große Burg ganz klein: Neues Modell der Trausnitz in Landshut aufgestellt

Seit heute gibt es ein schönes neues Ausstellungsstück auf der Burg Trausnitz: Ein Modell der Landshuter Burganlage aus Holz veranschaulicht, wie die mächtige Residenz der Wittelsbacher Herzöge einst aussah. Die Bayerische Schlösserverwaltung hatte das aufwendige Modell der Trausnitz für die Ausstellung "Ewig blühe Bayerns Land – Herzog Ludwig X. und die Renaissance" in der Stadtresidenz Landshut anfertigen lassen. Nun findet es seine dauerhafte Aufstellung in der Neuen Dürnitz. Das Modell der Trausnitz soll den Besuchern die Geschichte der Burg und ihre Nutzung anschaulich vermitteln.

Das ursprüngliche Bild der Burg in der Renaissance

Das Modell der Burg Trausnitz basiert auf der Darstellung der Burganlage in dem Stadtmodell Landshuts von 1572, das Jakob Sandtner im Auftrag Herzog Albrechts V. von Bayern anfertigte und das sich heute im Bayerischen Nationalmuseum in München befindet. Das neue Holzmodell zeigt die Trausnitz, wie sie zur Zeit der Regierung Herzog Ludwigs X. (1514–1545) ausgesehen hat (mit einigen Ergänzungen aus der Zeit Albrechts V.) Während der Landshuter Hofhaltung des Erbprinzen Wilhelm von 1575 bis 1579 wurde die Burg teilweise verändert.

So weist in dem Modell beispielsweise der innere Burghof noch nicht die unter Wilhelm erbauten charakteristischen Laubengänge des Friedrich Sustris auf, die sein Erscheinungsbild heute prägen. Auch die einst dichte Bebauung des äußeren Burghofs mit Wirtschaftsgebäuden – von Bräuhaus und Weinkeller bis zu Hofstallung und Schmiede – die im 19. Jahrhundert weitgehend verloren ging, ist darin zu sehen.

Digitale Technik und aufwändige Handarbeit

Rund 45.000 Euro hat die Herstellung des Holzmodells samt seiner Vitrine gekostet. Wissenschaftler und Modellbauer haben an seiner Konzeption zusammengewirkt. Sandters historisches Modell diente als Vorlage. Mittels aufwendig erarbeiteter digitaler Planunterlagen wurde die darin überlieferte Anlage den tatsächlichen Gegebenheiten des Terrains angepasst und im Detail präzisiert. Die Höhenschichten des Hofbergs wurden topographisch möglichst exakt aus Birkensperrholz aufgebaut. Die architektonische Krone, also die Gebäude und Mauern der Burganlage, sind in Birnbaumholz gefertigt.

Die Besichtigung der Burg Trausnitz ist im Rahmen einer Führung von Oktober bis März täglich von 10-16 Uhr möglich (April bis September von 9-18 Uhr).

Weitere Informationen unter www.burg-trausnitz.de

 

Presse-Informationen:
Ines Holzmüller und Dr. Jan Björn Potthast, Pressesprecher der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon (0 89) 1 79 08-160 und -180, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 14. Dezember 2009

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