13. Februar 2013

Pressemitteilung

Ein schlechtes Obstjahr ist ein gutes Schnapsjahr:
Schlossbrennerei Schleißheim beendet Brennsaison

Vier Tage lang hat die Schloss- und Gartenverwaltung Schleißheim 1000 Liter Maische aus dem Obst des vergangenen Jahres gebrannt, nun ist die Brennkolonne wieder abgekühlt. "2012 war ein sehr schlechtes Obstjahr, wir konnten nur wenige Zwetschgen und Birnen ernten, der Schnaps daraus wird aber umso besser", kündigte Hofgartenbetriebsleiter Alexander Bauer am Mittwoch (13. Februar) an. "Das Obst hatte einen sehr hohen Zuckergehalt, was eine außergewöhnliche Qualität der neuen Schlossbrände verspricht", betonte Bauer. Die Mitte August 2012 geernteten Früchte wurden eingemaischt und mussten rund vier Monate lang mit Hefe versetzt gären, bis die Maische gebrannt werden konnte.

Bauer lagert nun das frisch gebrannte Zwetschgen- und Birnenwasser zwei Jahre lang im Schlosskeller ein. 2015 können die rund 500 Flaschen mit den Schleißheimer Tropfen im Museumsladen des Neuen Schlosses Schleißheim verkauft werden. Freunde der Schleißheimer Schlossbrennerei müssen aber nicht so lange warten: Das Lager ist noch gut gefüllt mit "Eremitentrost" oder dem "Blauen Kurfürsten" aus der schlosseigenen Destille. Außerdem bietet die Brennerei diverse Liköre als "Kleine Schleißheimer" in der edlen 40 ml-Bügelverschlussflasche an wie etwa Walnuss-, Mirabellen- oder Schlehen-Liköre.

Die kleine Brennerei knüpfte 2007 an ein alte Tradition an: Bis in die 1920er Jahre gab es eine Schleißheimer Schlossbrauerei, in der auch Obst gebrannt wurde. Diese war einst Teil des Königlich Bayerischen Staatsgutes Schleißheim. Die weitläufigen Obstbaumanlagen mit historischen Apfel- und Birnensorten stammen aus dieser Zeit.

Alle Schleißheimer Schlossbrände sind täglich von 10 bis 16 Uhr im Museumsshop erhältlich.

Weitere Informationen unter www.schloesser-schleissheim.de

 

Presse-Informationen:
Ines Holzmüller und Dr. Thomas Rainer, Pressesprecher der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon (0 89) 1 79 08-160 und -180, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 13. Februar 2013

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