9. Oktober 2014

Pressemitteilung

Göttin in neuem Glanz

Schaurestaurierung des kostbaren Diana-Schlittens im Marstallmuseum Nymphenburg

Zu den reichen Sammlungen des Münchner Marstallmuseums gehören fünf kostbare Rennschlitten aus der Barockzeit. Sie dienten einst der fürstlichen Repräsentation und dem winterlichen Vergnügen. Die Wittelsbacher Kurfürsten haben diese Schlitten bei namhaften Künstlern und Bildhauern des Rokoko in Auftrag gegeben. Zu den schönsten seiner Art gehört der „Rennschlitten mit Diana“, der um 1740 in der Werkstatt von Johann Baptist Straub gefertigt wurde. Nicht nur die Jagdgöttin Diana, die vorne auf dem Schlitten thront, sondern auch viele Details, wie der Jagdhorn blasende Putto als Bekrönung der Schlittenkufen oder die geschnitzten Draperien zeigen offensichtlich die Handschrift des Bildhauers.

Dieser Schlitten wird noch bis zum 17. Oktober im Marstallmuseum, für die Besucher sichtbar, restauriert. Schon jetzt strahlt die Fassung, die bisher lediglich gereinigt und gefestigt wurde, in neuem Glanz. Auch die Textilien, wie die Borten und vor allem das Bärenfell, das die Schlittenfahrerin einst vor dem aufwirbelnden Schnee schützte, werden restauriert. Eine graphische Reproduktion im Marstallmuseum zeigt, dass der Schlitten von einem hinten auf der Pritsche sitzenden Kavalier gelenkt wurde. Die Dame saß dagegen im Schlittenkasten und erprobte im Rahmen höfischer Schlittenkarussells ihre Geschicklichkeit.

Ab dem 12. Dezember wird der Schlitten als Leihgabe in der Ausstellung „Mit Leib und Seele – Münchner Rokoko von Asam bis Günther“ in der Kunsthalle München zu sehen sein. Anlässlich dieser Ausstellung wird die aktuelle Restaurierung von der Hypo-Kulturstiftung übernommen. Mitte April kommt der Diana-Schlitten wieder zurück ins Marstallmuseum, wo im kommenden Jahr die barocken Rennschlitten neu präsentiert werden.

 

Presse-Informationen:
Ines Holzmüller und Dr. des. Cordula Mauß
Pressesprecherinnen der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon (0 89) 1 79 08-160 und -180, Fax (0 89) 1 79 08-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 9. Oktober 2014

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