1. April 2015

Pressemitteilung

Romantisches Schloss Rosenau: Neues Gemälde „Blick aus Schloss Rosenau“ (1843) von Ferdinand Zschäck

Die Bayerische Schlösserverwaltung freut sich über eine neue Dauerleihgabe: Die Niederfüllbacher Stiftung übergab am 1. April das Gemälde „Blick aus Schloss Rosenau“ (1843) von Ferdinand Zschäck an die Schlösserverwaltung in Schloss Rosenau in Rödental bei Coburg.

Bernd Schreiber, Präsident der Bayerischen Schlösserverwaltung, zeigte sich begeistert: „Der Erwerb dieses Bildes ist ein unglaublicher Glücksfall für unsere wunderbare Rosenau.“

Das vom Künstler signierte und datierte Ölgemälde zeigt den Blick aus einem Fenster der Rosenau über die Schlossterrasse auf die nördlich sich erstreckende Landschaft. Der Betrachter der Szenerie befindet sich wohl in dem im Dachgeschoss gelegenen Prinzenzimmer, in dem Prinz Albert, der spätere Gemahl von Queen Victoria, seine Kinderjahre verbracht hat. Bekannt ist seine Begeisterung für die Landschaft, die er von dort überblicken konnte und die auf dem Gemälde detailreich widergegeben wurde.

Die Form des Fensters stimmt allerdings nicht mit dem einfachen Spitzbogenfenster des Prinzenzimmers überein. Vielmehr hat sich der Maler an dem breiteren Fenster im darunter liegenden Nördlichen Balkonzimmer orientiert und es zu einem regelrechten Panoramafenster erweitert. Sinn der Darstellung war also nicht die exakte Wiedergabe der örtlichen Situation, sondern die bühnenmäßige „Inszenierung“ der mit vielen Erinnerungen verbundenen Landschaft. Der so nie vorhanden gewesene Vorhang gleicht deshalb auch mehr der Draperie in einem Herrschaftsportrait als einem echten Fenstervorhang. Die geliebte Landschaft wird somit mit Hilfe verschiedener künstlerischer Freiheiten überhöht und geradezu in Anspielung auf ein Altargemälde sakralisiert. Damit steht das Bild nahtlos in der Tradition der romantischen Landschaftsmalerei, wie sie mit den Gemälden von Caspar David Friedrich begründet wurde.

Das 2013 aus dem Kunsthandel von der Niederfüllbacher Stiftung erworbene und der Bayerischen Schlösserverwaltung als Dauerleihgabe überlassene Gemälde wurde im Restaurierungszentrum der Schlösserverwaltung restauriert. Ab dem 1. April ist es im Ausstellungsrundgang zu bewundern.

 

Presse-Informationen:
Ines Holzmüller und Dr. des. Cordula Mauß
Pressesprecherinnen der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon 089 17908-160 und -180, Fax 089 17908-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 1. April 2015

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