9. September 2015

Pressemitteilung

Hofgarten Dachau: Neue Panoramatafel „Gebirgspanorama vom Schlossgarten in Dachau“ lädt zur Aussicht ein

Die alte Panoramatafel im Schlosspark Dachau auf der Aussichtsterrasse mit Blick Richtung München und Alpen ist nach vielen Jahren Nutzung sehr unansehnlich geworden. Auch entsprach das Panorama teils nicht mehr der aktuellen Aussicht.

Bernd Schreiber, der Präsident der Bayerischen Schlösserverwaltung, stellte am heutigen Tag nun im Beisein von Bürgermeister Kai Kühnel eine neue Panoramatafel vor. „Die Panoramatafel ist ein Fixpunkt unseres zu jeder Jahreszeit zauberhaften Schlossgartens. Das in-die-Ferne-Schweifen wird hier zum Vergnügen", so Schreiber.

Die neue Panoramatafel vereint Altes und Neues. Auf Grundlage der alten, fast schon historisch zu nennenden Zeichnung zeigt die Tafel den Blick Richtung Alpen. Vor dem eindrucksvollen Bergpanorama erscheinen die Ortschaften der Umgebung. Im Gegensatz zur alten Tafel werden aber nun auch die Silhouetten markanter moderner Münchener Großbauten erkennbar.

Der Spannungsbogen zwischen dem tradierten Erscheinungsbild der Zeichnung, wie es sich auch einem Betrachter um das Jahr 1900 darbieten hätte können, und den modernen „Landmarks“ wird durch zwei kontrastierende Farben, rotbraun (alte Zeichnung) und blau (neue bedeutende Gebäude), verdeutlicht.

Hofgarten Dachau

Die reizvolle Lage des Dachauer Hofgartens auf einem Höhenrücken bietet einen grandiosen Panoramablick bis hin zur Gebirgskette der Alpen.

Bereits Herzog Albrecht V. ließ hier ab 1578 einen geometrischen Rensaissancegarten mit Blumen- und Kräuterbeeten nach Plänen des Malerarchitekten Friedrich Sustris errichten. Kurfürst Max Emanuel ließ den Park durch seinen Baumeister Josef Effner 1715 in einen Barockgarten umwandeln – mit zwei großen Broderiebeeten sowie allerlei Spielgeräten im hinzugekauften Wäldchen, darunter eine Kegelbahn, eine Schaukel, verschiedene Holzhütten und anderes mehr. Unter Kurfürst Max IV. Joseph, dem späteren König Max I. wurde der Garten vereinfacht. Hofgärtenintendant Friedrich Ludwig von Sckell ließ ab 1802 innerhalb der Gartenmauern Obstbäume pflanzen. Der Spielgarten im Wäldchen verfiel.

Trotz seiner Vereinfachung im 19. Jahrhundert hat der Hofgarten seinen besonderen Reiz behalten. Der bis heute bestehende Obstgarten und die Blumenbepflanzung bieten zu jeder Jahreszeit einen farbenprächtigen und stimmungsvollen Eindruck.

 

Presse-Informationen:
Ines Holzmüller und Dr. des. Cordula Mauß
Pressesprecherinnen der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon 089 17908-160 und -180, Fax 089 17908-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 9. September 2015

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