3. Juni 2015

Pressemitteilung

Söder: Befreiungshalle wird restauriert

Neue Farbe für Kelheimer Wahrzeichen // Freistaat investiert über 3,1 Millionen Euro

”Die Befreiungshalle ist das monumentale Wahrzeichen von Kelheim und ein nationales Mahnmal zu Frieden und europäischer Verständigung. Sie erhält nun ihren historischen Glanz zurück“, erklärte Söder am Mittwoch (3.6.). Die Befreiungshalle war zuletzt vor mehr als 50 Jahren saniert worden. Insbesondere die Natursteinteile sind durch eindringendes Wasser und Frost geschädigt worden. Der Freistaat investiert über 3,1 Millionen Euro in die Fassadensanierung und einen neuen Farbanstrich.

Die anspruchsvollen Fassadenarbeiten an den etwa 5.000 m² großen Flächen dauern bis Ende 2017. Daran wird sich bis Herbst 2018 die Instandsetzung des dreistufigen Sockels und der großen Freitreppe anschließen. Die Reparaturen an Natursteinteilen und die Anbringung der neuen Farbe werden abschnittsweise durchgeführt. Dadurch wird stets nur ein Teil der Fassadenfläche eingerüstet sein. Die Befreiungshalle wird während der Sanierungsmaßnahmen immer teilweise sichtbar bleiben.

Das Erscheinungsbild des Bauwerks soll wieder an die ursprüngliche Fassung und die Intentionen des Bauherrn König Ludwig I. und seines Architekten Leo von Klenze herangeführt werden. Vor allem die Farbe lag den Kelheimern sehr am Herzen. In einer Informationsveranstaltung war die Resonanz auf die beabsichtigte Farbgebung positiv. Auf wissenschaftlich abgesicherter Basis wird sich diese Gesamterscheinung in einem hellen, kalksteinartigen, aber warmtonigen, überwiegend hellgelblichen Farbspektrum bewegen. Dadurch kann die einstige lichte, erhabene Erscheinung wiedergewonnen werden. Grundelemente dieser Farbgebung sind fünf Farbtöne: elfenbein, ockergelblich, grünlich, hellrosa, rötlich.

König Ludwig I. gab den Auftrag für den Bau der Gedenkstätte als Nationaldenkmal zur Erinnerung an den Befreiungskampf gegen die französische Besatzung unter Napoleon und die deutsche Einigung. Unter anderem sollte an die Völkerschlacht bei Leipzig am 18. Oktober 1813 erinnert werden. Das Monument wurde von Friedrich Gärtner ursprünglich in Anlehnung an antike und christliche Zentralbauideen begonnen. Leo von Klenze vollendete das Bauwerk nach geänderten Plänen bis 1863. Er übernahm allerdings die 18-eckige Grundkonzeption. Die Befreiungshalle befindet sich in einer Tradition mit anderen Monumentalbauten von Ludwig I., wie die Feldherrnhalle, das Siegestor und die Ruhmeshalle mit Bavaria in München sowie die Walhalla bei Regensburg. Die Befreiungshalle ist heute ein Mahnmal zu Frieden und europäischer Verständigung.

 

Pressemitteilung Nr. 237/15
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Pressemitteilung 3. Juni 2015

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