19. Februar 2015

Pressemitteilung

Blick frei auf die historische Schleuse im Schlosspark Nymphenburg

Parkbesucher können bald einen ungehinderten Blick auf die historische Schleuse nahe dem Dörfchen genießen. Ab Mittwoch, den 18. Februar 2015, greift die Bayerische Schlösserverwaltung gezielt in den Gehölzbestand in diesem Bereich des Nymphenburger Schlossparks ein. Die Mitarbeiter der Schloss- und Gartenverwaltung Nymphenburg werden dazu einige Bäume entfernen. Die unmittelbar an dem Wasserbauwerk stehenden Gehölze würden andernfalls die historische Bausubstanz beschädigen.

„Mit diesem Eingriff wird ein erster Schritt getan, um peu à peu eine Sichtachse von der Schleuse zur Schwanenbrücke herauszuarbeiten“, kündigte der Leiter der Schloss- und Gartenverwaltung Nymphenburg, Josef Schwab, an. Weitere Baumfällungen legen zudem wertvolle alte Bäume wie Buchen und Eichen frei und fördern so ihr Wachstum. Dadurch wird die Struktur des englischen Landschaftsgartens stärker herausgearbeitet.

Die Maßnahmen berücksichtigen und fördern die Naturschutzziele der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union und der Landschaftsschutzverordnung der Landeshauptstadt München. Sie bestehen darin, den standorttypischen Labkraut-Eichen-Hainbuchen-Wald mit starken Altbäumen und einem angemessenen Totholzanteil zu erhalten und zu fördern.

Arbeiten an der historischen Schleuse

An der Schleuse aus dem 18. Jahrhundert, unweit der Amalienburg, wurde im vergangenen Jahr mit ersten Instandsetzungsmaßnahmen begonnen. Da der oben liegende Kanalzulauf undicht war, wurde die darunter liegende Schleusenkammer hinter- bzw. unterspült. Der obere Kanalzulauf wurde deshalb im Herbst 2014 weitgehend abgedichtet. Darüber hinaus muss das aus Natursteinmauern bestehende Schleusenbauwerk instand gesetzt werden. Die Planungen über den Umfang bzw. die Art der Sanierung sind angelaufen. Voraussichtlich im kommenden Herbst werden die vorbereitenden Arbeiten in Angriff genommen.

Eine Kammerschleuse für Lustschiffe

Kurfürst Max III. Joseph legte die älteste Kammerschleuse des Schlossparks ab 1762 für die Lustschiffe im Park an. Sie ersetzte die steinerne Schleuse der Zeit Max Emanuels. Die Kammerschleuse glich den bestehenden Höhenunterschied zwischen dem südlichen Kanal und dem tiefer liegenden Mittelkanal aus. An Stelle der heutigen Betonbrücke gab es damals einen Steg oder eine Klappbrücke. Sie konnte bei Bedarf geöffnet werden. Die Kammerschleuse ermöglichte eine ungehinderte Lustfahrt mit dem Boot oder der Gondel auf dem Wasser des Schlossparks. Dabei fuhr die Gesellschaft vom Hauptschloss kommend an der Amalienburg und der Badenburg vorbei zur Großen Kaskade und zurück.

 

Presse-Informationen:
Ines Holzmüller und Dr. des. Cordula Mauß
Pressesprecherinnen der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon 089 17908-160 und -180, Fax 089 17908-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 19. Februar 2015

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