7. März 2016

Pressemitteilung

Söder: Über 5 Millionen Besucher in den staatlichen Schlössern, Burgen und Residenzen

Finanzierungsvereinbarung für Restaurierung der Gelben Treppe in der Residenz München unterschrieben // 43 Millionen Euro Bauausgaben in 2016

5.021.989 Besucher kamen 2015 in die staatlichen Schlösser und Burgen. „Die Bayerische Schlösserverwaltung hat einen Spitzenplatz unter den größten Kulturträgern in Deutschland inne. Sie spielt in der Championsleague der öffentlichen Kultureinrichtungen. Derzeit laufen Baumaßnahmen mit einem Gesamtvolumen von 300 Millionen Euro. Das lebendige historische Erbe wird bewahrt, saniert und attraktiver gemacht für Besucher und Veranstaltungen. In diesem Jahr stehen mehr als 43 Millionen für Sanierung, Ausbau, Umbau und Unterhalt unserer Schlösser bereit. Mit Gesamteinnahmen von fast 64 Millionen Euro in 2015 konnte die Schlösserverwaltung ihre laufenden Betriebs- und Personalkosten nahezu vollständig selbst decken“, hob Finanzminister Dr. Markus Söder bei der Bilanzpressekonferenz der Bayerischen Schlösserverwaltung am Montag (7.3.) hervor.

Im Rahmen der Pressekonferenz unterschrieb Söder im Beisein von Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle eine Finanzierungsvereinbarung über eine Spende der Edith-Haberland-Wagner-Stiftung in Höhe von 3 Millionen Euro für die Wiederherstellung der Gelben Treppe in der Residenz München. Die bedeutendste Prunktreppe Leo von Klenzes war einst der repräsentative Hauptzugang zu den königlichen Appartements im Königsbau. Dieses herausragende Kunstdenkmal wird für rund sechs Millionen Euro im Rahmen der laufenden Restaurierungsmaßnahmen wiederhergestellt. Die rund drei Jahre dauernden Bauarbeiten an der Treppe beginnen noch in diesem Jahr. Söder und Spaenle dankten Frau Catherine Demeter als Vertreterin der Stiftung für diese großzügige Beteiligung. „Die Mitfinanzierung ermöglicht erst die Wiederherstellung dieses Kunstwerks. Private Unterstützung ist in der Kulturförderung angesichts der oftmals hohen Kosten eine unentbehrliche Hilfe.“

Bayerns Schlösser, Gärten und Seen sind „Zugpferde des Tourismus“. Sie stellen mehr als 10 Prozent der Top-100-Sehenswürdigkeiten in Deutschland. Im Jahr 2015 kamen 10.000 Gäste mehr in die staatlichen Sehenswürdigkeiten als im vergangenen Jahr. Besuchermagnet war erneut Schloss Neuschwanstein mit mehr als 1,52 Millionen Besuchern. Besonders freute sich Söder auch, dass  fast 180.000 Gäste die Kaiserburg Nürnberg besuchten. Der  Anstieg um über 40 Prozent in den letzten fünf Jahren ist wesentlich auf die attraktive museale Neugestaltung zurückzuführen. Auch in München hielt der Positivtrend an: Die Besucherzahl des Residenzmuseums stieg um 7,8 Prozent auf rund 318.000 an. In das Schloss Nymphenburg kamen mit fast 311.000 Besuchern 4,1 Prozent mehr als 2014. In Unterfranken ist Zugpferd das UNESCO-Weltkulturerbe Residenz Würzburg mit mehr als 378.000 Besuchern. Hohe Zuwächse hatten aber auch die Aschaffenburger Objekte zu vermelden. So verzeichnete das Pompejanum in Aschaffenburg mit rund 30.000 Gästen einen Zuwachs von mehr als 26 Prozent. Das ist mit ein Erfolg der Ausstellung „Mythos Troja“.

Als Publikumsrenner erwiesen sich die Bronzesäle in der Residenz München. Der Münchner Hof war zwischen 1580 und 1620 Zentrum der internationalen Bronzekunst. Über 11.600 Besucher haben die 40 Großbronzen und die einzigartige Sammlung Kleinbronzen seit ihrer Eröffnung Mitte Dezember 2015 besichtigt. Deshalb hat Minister Söder entschieden, dass Einheimische und Touristen die einzigartige Sammlung bis zum Ende der bayerischen Sommerferien am 12. September 2016 weiterhin gratis besichtigen können.

Bei den großen Baumaßnahmen werden in diesem Jahr unter anderem die Restaurierung der Prunkräume von Schloss Neuschwanstein und des Königsbaus der Residenz München, die Generalsanierung der Festung Marienberg, die Gesamtinstandsetzung von Schloss Johannisburg in Aschaffenburg, die Instandsetzung und Restaurierung des Markgräflichen Opernhauses Bayreuth und der Residenz Bamberg weitergeführt. Die Cadolzburg wird zu einem neuen Burgerlebnismuseum ausgebaut. Bei der Befreiungshalle in Kelheim laufen Fassadensanierungen.

Museale Neugestaltungen, Sonderausstellungen, Burgfeste für Jung und Alt und viele weitere Veranstaltungen in ganz Bayern erfüllen die Schlösser, Burgen und Residenzen auch in 2016 mit Leben. Bayernweites Highlight wird die Ausstellung „Kunst und Glaube – Ottheinrichs Prachtbibel und die Schlosskapelle Neuburg“ in Neuburg an der Donau vom 12. Mai bis 7. August sein, in deren Zentrum zwei Kunstwerke fürstlichen Auftrags stehen werden: Die reich bebilderte Prachthandschrift der Ottheinrich-Bibel, ein epochenübergreifendes Werk von Weltrang. Und der monumentale Bibelzyklus der Schlosskapelle, ein herausragendes Denkmal der Reformation in Deutschland. Die Ausstellung, bei der erstmals alle acht Bände der berühmten Ottheinrich-Bibel an einem Ort zu sehen sein werden, ist ein Beitrag zur Lutherdekade mit Blick auf das Jubiläumsjahr „500 Jahre Reformation“ 2017. Weiter durch Bayern tourt die Wanderausstellung „Gut gebrüllt – Löwen aus Bayerns Schlössern und Burgen“ mit Stationen im Neuen Schloss Herrenchiemsee, der Stadtresidenz Landshut, dem Museum der Stadt Füssen und der Residenz Neumarkt in der Oberpfalz.

 

Pressemitteilung Nr. 095/16
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Pressemitteilung 7. März 2016

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