24. November 2017

Pressemitteilung

Blick auf Orangerie wieder frei

Sanierungsarbeiten im Hofgarten Ansbach ab 27. November

Die Bayerische Schlösserverwaltung konzipiert den Zugangsbereich zum Hofgarten Ansbach an der Bahnhofstraße ab Ende November neu. Die Sichtachse vom Eingangsbereich zur Orangerie wird dadurch geöffnet und die Zufahrtswege für Betriebshofmitarbeiter und Feuerwehr verbessert.

Das heutige Erscheinungsbild des Zufahrtsbereichs geht auf eine Neugestaltung durch den Gartenarchitekten Dr. Kurt Hentzen im Jahr 1948 zurück. Nach dem Krieg wurde nicht mehr an die landschaftliche Gestaltung aus dem frühen 19. Jahrhundert angeknüpft, sondern eine neue Allee zur Orangerie gepflanzt. Eine Hecke versperrte zudem seit den 1980er Jahren den Blick zur Orangerie hin.

Der Zufahrtsweg wird im Zuge der Sanierung in die Mitte der Allee verlegt und künftig seitlich von Rasenflächen gesäumt. Dadurch werden die 1948 gepflanzten Alleebäume erhalten und die Blickachse zur Orangerie geöffnet.

Während der Bauarbeiten bleibt der Zugang über die Bahnhofstraße geschlossen. Wir bitten dafür um Verständnis und verweisen für diese Zeit auf die Parkeingänge an der Bischof-Meiser-Straße und am Theater.

Der Hofgarten Ansbach

Der Hofgarten der Residenz Ansbach ist seit jeher räumlich vom Residenzschloss getrennt. Orientiert an der französischen Gartenarchitektur, wurde von 1726 bis 1743 eine Orangerie mit einem vorgelagerten Parterre und zwei seitlich angeordneten Lindensälen errichtet. Parallel zur Gebäudefront verläuft die 1724 gepflanzte doppelreihige Lindenallee, die mit ihren fast 300 Jahre alten Bäumen die Hauptachse des Gartens bildet. Der Hofgarten Ansbach beherbergt Elemente der ursprünglichen Anlage des frühen 18. Jahrhunderts, landschaftliche Parkbilder des 19. Jahrhunderts sowie Rekonstruktionen der Nachkriegszeit.

Die Frühjahrs- und Sommerbepflanzung im Parterre lehnt sich an die artenreichen Anordnungen aus barocken Musterbüchern an. Im Sommer wird vor der Orangerie die Kübelpflanzensammlung aus Zitronen-, Pomeranzen-, Oliven-, Pistazien-, Lorbeer- sowie Feigenbäumen präsentiert.

Denkmale und Gedenktafeln erinnern an den Dichter Johann Peter Uz, an den markgräflichen Minister Freiherr von Benkendorff, an das 1833 im Hofgarten ermordete Findelkind Kaspar Hauser sowie an den Botaniker und markgräflichen Leibarzt Leonhart Fuchs. Zum 500. Geburtstag von Leonhart Fuchs wurde im Jahr 2001 ein vielfältiger und interessanter Heilkräutergarten angelegt.

 

Presse-Informationen:
Dr. Cordula Mauß und Franziska Hölzle
Pressesprecherinnen der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon 089 17908-160 und -180, Fax 089 17908-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 24. November 2017

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