13. August 2019

Pressemitteilung

Füracker: Vor 300 Jahren wurde das Alte Schloss der Eremitage in Bayreuth eingeweiht

„Bayerns Schlösser, Burgen und Residenzen sind weltberühmt und Werbeträger für unsere Heimat Bayern. Die Eremitage, auf einer vom Roten Main umflossenen Höhe vor den Toren Bayreuths gelegen, zählt zu den außergewöhnlichsten Schloss- und Gartenanlagen in Franken und ist wertvoller Bestandteil unserer Heimat Bayern“, betonte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker anlässlich des Jubiläums 300 Jahre Einweihung der Eremitage, die von der Bayerischen Schlösserverwaltung betreut wird.

Der Ausbau des 1664 gegründeten Tiergartens zu einer Eremitage begann bereits 1715 unter Markgraf Georg Wilhelm (reg. 1712-26) mit dem Bau eines Sommerschlos-ses als Mittelpunkt. Architekt war der Landesbauinspektor Johann David Räntz d. Ä., der als Schüler Paul Deckers mit dessen Vorstellungswelt vertraut war. Das Eremitageschloss, das später Altes Schloss genannt wurde, wurde als Mittelpunkt einer höfischen Einsiedelei im Hofgarten Eremitage vor 300 Jahren, am 15. August 1719, von seinem Erbauer mit einem Markt für die Landbevölkerung eingeweiht. Die preußische Prinzessin Wilhelmine, hatte den Bau beim Regierungsantritt ihres Gemahls Friedrich im Jahr 1735 zum Geschenk erhalten und baute das Schlösschen in mehreren Etappen zu einem wahren Kleinod des Rokoko aus. Die Markgräfin machte aus der Einsiedelei und dem Hofgarten Eremitage eines der bemerkenswertesten Parkensembles des 18. Jahrhunderts in Deutschland. Der weitläufige Park (ca. 49 Hektar) umfasst zahlreiche bedeutende Bauten und Wasserspiele.

Der Markgraf machte das Waldgelände mit dem Bau des Alten Schlosses zum Schauplatz eines höfischen Eremitenspieles. Von Anfang an war die abgeschiedene Lage des Schlosses Teil des Konzepts. Das Gebäude war als Eremitage, als Einsiedelei, gedacht. Dorthin rief der Fürst die Mitglieder seines Hausordens, um sie zur gemeinsamen Einkehr zu verpflichten. Der markgräfliche Hof ahmte hier das "einfache Leben" eines Eremitenordens nach. Nach dem Essen zogen sich die „Einsiedler“ in die im Wald verstreut liegenden Eremitenhäuschen zur inneren Einkehr zurück. Nach dem Aufenthalt in den Einsiedlerhäuschen traf man sich zu Spielen aller Art. Das Abendessen fand im Festsaal des Alten Schlosses statt. Den Abschluss des Tages bildete oft ein Ball.

Das Alte Schloss kann im Rahmen einer Führung besichtigt werden. Der Hofgarten der Eremitage ist ganzjährig geöffnet. Besondere Attraktionen im Schloss sind unter anderem das Japanische Kabinett, das Musikzimmer und das Chinesische Spiegelkabinett.

Weitere Informationen im Internet: www.bayreuth-wilhelmine.de

 

Pressemitteilung Nr. 193/19
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Pressemitteilung 13. August 2019

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