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2. Juli 2021

Pressemitteilung

Füracker: Sokrates und Platon kehren nach Schönbusch zurück

Restaurierte Sokrates-Büste und neue Platon-Büste wieder im Philosophenhaus aufgestellt // Kostenfreie Führungen am 11. Juli im Rahmen der Aschaffenburger Kulturtage

„Zwei bekannte Gesichter ziehen nach 50 Jahren wieder im Philosophenhaus im Landschaftspark Schönbusch ein! Die restaurierte Sokrates-Büste und die neu angefertigte Platon-Büste bereichern ab dem 9. Juli den beliebten Park in Aschaffenburg“, teilt Finanz- und Heimatminister Albert Füracker mit. Im Rahmen der Aschaffenburger Kulturtage werden am 11. Juli von 12 - 17 Uhr stündlich kostenfreie Führungen im Außenbereich zu den Staffagebauten in Schönbusch angeboten. Auch hier gibt es Gelegenheit für Jung und Alt einen Blick auf die von der Bayerischen Schlösserverwaltung neu aufgestellten Büsten zu werfen. Informationen und Teilnahme mit vorheriger Anmeldung unter tourist@info-aschaffenburg.de oder 06021 395800.

Bereits 1787 wurden im Philosophenhaus im Landschaftspark Schönbusch Büsten von Sokrates, Platon, Aristoteles und Demokrit jeweils auf einer eigenen Adlerkonsole aufgestellt. Alle vier stammten aus dem Besitz des Mainzer Kurfürst-Erzbischofs Friedrich Karl Joseph von Erthal (1719-1802), der sich schon maßgeblich für die Errichtung des Landschaftsgartens selbst eingesetzt hatte. Die Philosophenbüsten überstanden sowohl den Einfall der französischen Truppen 1796 in Aschaffenburg, als auch die beiden Weltkriege. 1971 wurden Platon, Aristoteles und Demokrit allerdings gestohlen und sind seither verschollen. Sokrates wurde dabei beschädigt, blieb aber erhalten, er wurde seither verwahrt und restauriert. Für den neuen Abguss von Platon stellte die Glyptothek in München ein antikes Porträt zur Verfügung, das als Vorlage diente.

Der etwa 160 Hektar große Landschaftspark Schönbusch wurde ab 1775 auf Bestrebungen des Mainzer Kurfürst-Erzbischof Friedrich Karl Joseph von Erthal als englischer Landschaftsgarten – einer der ältesten dieses Stils in Deutschland – angelegt. Neben dem Architekten Emanuel Joseph von Herigoyen war es insbesondere der Gärtner Friedrich Ludwig von Sckell, welcher das heutige Aussehen des Gartens prägte. Ab 1814 dem Königreich Bayern zugehörig, wird der Landschaftspark Schönbusch seit 1918 von der Bayerischen Schlösserverwaltung betreut. Schon seit Anbeginn als Volksgarten der Öffentlichkeit zugängig gemacht, ist Schönbusch auch heute noch ein beliebtes Ausflugsziel und Naherholungsgebiet mit abwechslungsreichen Landschaftskulissen sowie Gebäuden im frühklassizistischen Stil.

Pressemitteilung Nr. 119/21
Bayerisches Staatsministerium der Finanzen und für Heimat
Postfach 22 15 55, 80505 München
Pressesprecher: Dennis Drescher
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Pressemitteilung 2. Juli 2021


 
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