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11. September 2025
Die Bayerische Schlösserverwaltung erinnert an den 275. Geburtstag des ersten bayerischen Hofgartenintendanten Friedrich Ludwig von Sckell (1750–1823). Er gilt als der bedeutendste deutsche Gartenkünstler seiner Zeit zum Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Insbesondere in Süddeutschland verhalf er dem »klassischen« englischen Landschaftsgarten zum Durchbruch. Geboren am 13. September 1750 im hessischen Weilburg an der Lahn, prägte Friedrich Ludwig von Sckell München maßgeblich als Gartenkünstler und Stadtplaner. Sein Wirken ist bis heute in der Stadt sichtbar und erlebbar. Mit dem Englischen Garten und dem Schlosspark Nymphenburg hinterließ er den Münchnerinnen und Münchnern zwei außergewöhnliche und weltbekannte Gartenkunstwerke, die heute unter der Obhut der Bayerischen Schlösserverwaltung stehen.
Doch Sckells Schaffen ging weit über München hinaus. Bereits vor seiner Berufung an den kurfürstlichen Hof hatte er in verschiedenen Regionen Deutschlands, Frankreichs und Englands gelernt und gearbeitet und sich als Gestalter von Landschaftsgärten einen Namen gemacht. Für den pfalz-bayerischen Kurfürsten Karl-Theodor schuf er in Schwetzingen einen Landschaftsgarten mit dem Baumlehrgarten Arborium Theodoricum. In Bayern entwarf er neben seinen epochalen Münchner Anlagen unter anderem auch den weitläufigen Park Schönbusch in Aschaffenburg im Auftrag des Mainzer Kurfürsten Friedrich Karl Joseph von Erthal. Neben seinen zahlreichen Garten-Projekten trat Sckell auch als Autor hervor: Sein 1818 erschienenes Werk „Beitrag zur bildenden Gartenkunst“ prägte als wegweisendes Grundlagenbuch die Landschaftsgestaltung und wirkte weit über seine Lebenszeit hinaus. Nach etwa zwei Jahrzehnten intensiven Schaffens in München starb Friedrich Ludwig von Sckell am 24. Februar 1823. Er liegt auf dem Alten Südlichen Friedhof in München begraben.
Im Geranienhaus des Nymphenburger Schlossparks können Besucherinnen und Besucher in der Dauerausstellung „Friedrich Ludwig von Sckell und Nymphenburg“ Wissenswertes zur Geschichte, Gestaltung und Pflege des Nymphenburger Schlossparks sowie zu Sckells Idee und Konzeption erfahren (von April bis Mitte Oktober täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet).
Am 13. September findet um 14 Uhr im Englischen Garten eine Sonderführung mit Neven Denhauser M.A. zu Friedrich Ludwig von Sckell statt. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Dianatempel im Hofgarten (Kosten: 3,- Euro pro Person; ohne Anmeldung – maximal 25 Personen. Teilnehmerkarten sind am Veranstaltungstag beim Gästeführer erhältlich; bitte Geld abgezählt mitbringen. Reservierungen sind leider nicht möglich).
Presse-Informationen:
Ines Holzmüller, Florian Schröter und Franziska Wimberger
Pressestelle der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon 089 17908-180 und -160, Fax 089 17908-190, presse@bsv.bayern.de
Pressemitteilung 11. September 2025
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