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5. März 2026

Pressemitteilung

Neuanfang im Baumstumpf – Schlösserverwaltung pflanzt Jungeschen in Baumstümpfen am Maximilianeum

Eschen gehören seit Jahrzehnten zum Bild am Maximilianeum. Hofgärtner Carl von Effner, der die Maximiliansanlagen vor über 150 Jahren gestaltete, pflanzte diese Baumart bereits zu seiner Zeit. Zwei der historischen Bäume der Anlage wurden jedoch aufgrund eines Pilzbefalls, dem sogenannten Eschentriebsterben, entnommen. Bei Nachpflanzungen in den Anlagen achtet die Bayerische Schlösserverwaltung darauf, die historische Artenvielfalt mit gleichzeitigem Blick auf klimaangepasste Sorten schrittweise wiederherzustellen. Dadurch kann ein sichtbares Zeichen für nachhaltige Parkpflege gesetzt geschaffen werden.

In die verbliebenen Baumstümpfe, die bislang schon wertvollen Lebensraum für zahlreiche Insekten, Moose sowie Pilze bieten, setzten die Gärtnerinnen und Gärtner des Englischen Gartens daher nun junge schmalblättrige Eschen (Fraxinus angustifolia). Diese Baumart wurde bereits von Carl von Effner verwendet und gilt zudem als robust, stadtklimafest, frosthart, hitzeresistent und ist weniger anfällig für das Eschentriebsterben. Zur Vorbereitung der Pflanzung frästen die Gärtnerinnen und Gärtner zunächst einen Hohlraum in die verbliebenen Baumstümpfe, legten Drainageöffnungen an und füllten die Vertiefungen mit einer Komposterde-Mischung. Eine schützende Laubschicht reguliert die Bodenfeuchte. Mit dieser Maßnahme setzt die Bayerische Schlösserverwaltung ein Zeichen für das Zusammenspiel von Vergänglichem mit Neuem in der Natur: Denn die verbliebenen Baumstümpfe dienen als idealer Nährboden und Standort für die nachwachsenden Bäume, die in diesem Frühjahr zum ersten Mal in den Maximiliananlagen blühen werden.

Presse-Informationen:
Ines Holzmüller, Angelika Urbach und Franziska Wimberger
Pressestelle der Bayerischen Schlösserverwaltung
Telefon 089 17908-180 und -160, Fax 089 17908-190, presse@bsv.bayern.de


Pressemitteilung 5. März 2026