7. Juli 2003

Pressemitteilung

Eröffnung des Hubertussaals – Neues Kulturzentrum in Sch loss Nymphenburg

Finanzminister übergibt neue Veranstaltungsräume der Öffentlichkeit

"Kulturzentrum und gesellschaftlicher Glanzpunkt in königlichem Umfeld – das wird der Hubertussaal für München werden. In Schloss Nymphenburg werden Konzerte stattfinden, können Kongresse, Firmenfeiern oder größere Privatfeste veranstaltet werden", stellte Finanzminister Kurt Faltlhauser anlässlich der Eröffnung des Hubertussaals und des Orangeriesaals im Schloss Nymphenburg am Montag (7.7.) fest.

Der Orangerietrakt im nördlichen Seitenflügel des Schlosses Nymphenburg kann auf eine wechselvolle Geschichte zurückblicken: Nach den großen fürstlichen Bauherren Max Emanuel und Karl Albrecht ließ der letzte Kurfürst der altbayerischen Linie des Hauses Wittelsbach, Max III. Josef, in Nymphenburg Bestehendes und Fehlendes vollenden. Unter der Leitung von Hofbaumeister Johann Baptist Gunetsrhainer wurden im Erdgeschoss des Nordflügels zwei lange gewünschte Orangeriesäle angelegt. Im Obergeschoss wurden zunächst Räume eingefügt, in denen fürstliche Gäste beherbergt wurden. So lebte etwa während des Siebenjährigen Krieges zeitweise das sächsische Kurfürstenpaar in den Räumen. Schließlich richtete man an dieser Stelle von 1753 bis 1755 den großen Theater- und Konzertsaal ein.
Am 3. November 1757 wurde der Saal eingeweiht, indem anlässlich der "Hubertus-Jagd" getafelt wurde. So kam der Saal zu seinem Namen.

1938 wurde ein Jagdmuseum im Nordflügel von Schloss Nymphenburg eröffnet. Nach dem Krieg nahmen die Orangeriesäle provisorische Schausammlungen als "Residenzmuseum" auf und danach Büros der Schlösserverwaltung. Das Obergeschoss blieb noch lange Depot für Kunstwerke aus bayerischen Schlössern.

"Zum prachtvollen Wiederentstehen des Hubertussaals und des Orangeriesaals haben mehrere glückliche Umstände beigetragen", erklärte Faltlhauser. Er dankte in diesem Zusammenhang dem unermüdlichen Engagement der "Freunde des Nationaltheaters" unter der Führung von Dr. Mennacher, der schon sehr früh Spenden für den Ausbau des Hubertussaals sammelten. Große Hilfe habe auch Seine Königliche Hoheit Herzog Franz von Bayern geleistet.

Für die Renovierung des Orangerietraktes wurde eine Summe von 8 Millionen Euro durch den Freistaat Bayern aufgebracht. Spenden ergänzten diesen Betrag um rund 800.000 Euro. Die Kosten für die Herstellung der Außenanlagen, die Fassaden- und Kanalsanierung und die Ausstattung der Veranstaltungssäle hinzugerechnet, ergibt sich eine Gesamtsumme von rund 10 Millionen Euro.

"Verbunden mit meinen Dank an die engagierten Persönlichkeiten, die zur Verwirklichung dieses einzigartigen Vorhabens beigetragen haben, möchte ich meinen Wunsch zum Ausdruck bringen, dass hier in diesen festlichen Räumen viele Menschen schöne Stunden erleben möchten", erklärte Faltlhauser.

Informationen zu Schloss Nymphenburg unter www.schloesser.bayern.de, weitere Informationen zum Veranstaltungsort "Hubertussaal" unter www.hubertussaal.de

Tag der offenen Tür im Hubertussaal und Orangeriesaal ist am 10. Juli von 14 bis 17 Uhr.

Auskünfte zu den Konzerten im Hubertussaal erteilt das Institut für Internationales Kulturmanagement (INK) GmbH, Luisenstraße 37a, 80333 München,
Telefon (0 89) 28 92 74-87, Telefax (0 89) 28 92 74-96


Pressemitteilung 7. Juli 2003

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